Kurhaus Binz: Ein Stück Geschichte mit dem Luxus von heute.

Postkartenmotiv – das Kurhaus um 1913.
Postkartenmotiv – das Kurhaus um 1913.
Das Kurhaus Binz und die Seebrücke in den 20er Jahren.
Das Kurhaus Binz und die Seebrücke in den 20er Jahren.
Badefreuden zur Jahrhundertwende in Binz, damals sehr
bekleidet.
Badefreuden zur Jahrhundertwende in Binz, damals sehr bekleidet.

Auf Zeitreise im Kurhaus Binz: Man spürt die Tradition der mondänen 20er Jahre, genießt den Luxus von heute und ist ganz nah an der Geschichte des Seebades Binz.

 

Seinen ersten Boom erlebt Binz um 1900: Berliner Bankiers investieren in den Ausbau des Seebades. Im "Sorrent des Nordens" werden neben dem Flaggschiff Kurhaus immer mehr weiße Sommervillen mit reich verzierten Balkonen, Veranden und Erkern gebaut. Die "Bäderarchitektur" macht Binz berühmt.

 

In den 20er Jahren strömen Industrielle, Ärzte, Juristen, Beamte und Künstler nach Binz. Man trifft sich bei rauschenden Ballnächten im Kurhaus-Saal - oder auf der Terrasse, dem "Balkon von Binz": sehen und gesehen werden.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg dienen das Kurhaus und die Villen zunächst als Erholungsheime - bleiben aber erhalten. Die Chance, die Tradition des eleganten Seebades wiederzubeleben, wird nach 1990 genutzt: Travel Charme lässt das Kurhaus Binz in neuer, alter Schönheit entstehen.

 

Heute ist das Hotel wieder der Blickfang an der Promenade. Es erinnert an eine stilvolle Epoche und belebt die fast vergessene Ferienkultur wieder: Es bietet eine luxuriöse Residenz direkt an der Ostsee - in der Tradition der goldenen 20er Jahre, mit allen Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts.

  

 

Mehr über das Ostseebad Binz

 

Kurze Geschichte des Kurhaus Binz

Das erste Kurhaus um 1904 - bevor es bei einem Brand 1906 vollständig zerstört wurde.
Das erste Kurhaus um 1904 - bevor es bei einem Brand 1906 vollständig zerstört wurde.
Postkarte der 20er Jahre - mit dem Kurhaus nach Neueröffnung 1908 als attraktivstem Motiv.
Postkarte der 20er Jahre - mit dem Kurhaus nach Neueröffnung 1908 als attraktivstem Motiv.
Das Kurhaus in der DDR.
Das Kurhaus in der DDR.

1890: Feierliche Eröffnung des Kurhauses

Zu den ersten Gästen zählt die Kaiserin. Im Jahre 1906 zerstört ein Brand Teile des alten Kurhauses. 1908 wird das "neue" Kurhaus im heutigen Stil feierlich eingeweiht.

   

1908-1918: Die Kaiserzeit

In der Kaiserzeit, am 3. Juli 1908, wird das Kurhaus feierlich eröffnet. Es entstand nach den Plänen des bekannten Berliner Baumeisters Otto Spalding, nachdem das Vorgängergebäude aus Fachwerk 1906 abgebrannt war. Mit der modernen, großzügigen Ausstattung wird es schnell zu einem Magnet für Urlauber. Aus Berlin und Hamburg reisen Gäste aus Adel, Armee, Industrie und Verwaltung an. Der 1. Weltkrieg bremst die Euphorie dramatisch und wirft dunkle Schatten auch auf Rügen.

   

1918-1933: Die Goldenen Zwanziger

Die Goldenen Zwanziger machen mit ihrer Inflation auch Binz zu schaffen. Die verschuldete Gemeinde verkauft das Kurhaus 1923 für 165 Millionen Reichsmark an eine Investorengruppe um den aus Ungarn stammenden Berliner Hotelier Bela Kaba-Klein. Rundfunk und Film florieren in Berlin - im Kurhaus logieren Stars und Sternchen. Ärzte, Juristen und Künstler feiern rauschende Ballnächte im Kurhaus-Saal und in der damaligen Kakadu-Bar.. 

   

1933-1945: Der Nationalsozialismus

In der Zeit des Nationalsozialismus lösen Märsche oftmals die Walzer-Nächte ab. Kurhaus-Besitzer Bela Kaba-Kein wird mit dem "Gesetz über die Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben" enteignet und flieht aus Binz. Deutsche Eigentümer übernehmen das Kurhaus zu einem Spottpreis, scheitern aber immer wieder.

   

 1945-1989: Das Kurhaus in der DDR 

Nach Kriegsende erhält Bela Kaba-Klein, der den Faschismus überlebte, per Gerichtsurteil das Kurhaus zurück und schließt einen Vertrag mit der SDAG Wismut, das Kurhaus als Erholungsheim für Bergbauarbeiter zu nutzen. Wegen angeblicher Wirtschaftsverbrechen wird Kaba-Klein im Rahmen der
"Aktion Rose" 1953 erneut verhaftet und enteignet. Er stirbt 67-jährig 1962 in Westberlin. Nach der Wismut nutzen FDJ, die NVA und ab 1961 das Reisebüro der DDR das Kurhaus. Eine begehrte Top-Adresse, die auch internationale Touristen anlockt.

   

1990-2008: Das Kurhaus "nach der Wende"

Mit der Wende eröffnen sich für das Kurhaus neue Perspektiven: 1993 übernimmt die Travel Charme GmbH das Hotel, um es dann 2001 komplett nach den alten Plänen zu rekonstruieren, grundlegend zu modernisieren und um den neu errichteten Kaiserhof zu erweitern. 2005 von den Urlaubern der TUI als weltbestes Ferienhotel mit dem TUI Holly ausgezeichnet, erhält es als erstes Hotel in Mecklenburg-Vorpommern die Klassifizierung als "5-Sterne Superior"- Luxushotel. 

   

2008: Das Kurhaus Binz feiert 100-jähriges Jubiläum.

 

2011: Das Travel Charme Kurhaus Binz feiert 10-jährigen Geburtstag.

 

Bäderarchitektur - eine kleine Einführung

Sehnsucht nach mediterranem Lebensgefühl: die einzigartige Bäderarchitektur auf Rügen.
Sehnsucht nach mediterranem Lebensgefühl: die einzigartige Bäderarchitektur auf Rügen.
Bäderarchitektur und Promenade gehören zusammen. genauso, wie "promenieren" heute und damals Lieblingsbeschäftigung in Binz ist.
Bäderarchitektur und Promenade gehören zusammen. genauso, wie "promenieren" heute und damals Lieblingsbeschäftigung in Binz ist.

Offen und heiter am Meer. Einem Stichwort begegnet man hier auf Schritt und Tritt: Bäderarchitektur. Vor allem, weil Binz als das am besten erhaltene Ensemble der Bäderarchitektur der ganzen Ostseeküste gilt.

  

Eine ganze Perlenkette historischer Bauten reiht sich am Prorer Wieck auf. Wenn Sie die Feinheiten der wunderbaren Bauten kennen, können Sie die Schönheit der Binzer Promenade beim nächsten Gang noch ein bisschen mehr genießen.

  

Bäderarchitektur, das ist kein eigener Stil, sagen Kunsthistoriker. Die Bezeichnung bezieht sich vielmehr auf Entstehungszeit und Funktion der schönen Bauten: Alles, was zwischen 1880 bis 1914 für Erholungssuchende in den damals neuen Seebädern entstand, gehört dazu. Heute wirken die weißen Schönheiten wie aus einem Guss, doch wenn man sie genau besieht, entdeckt man die vielen Stile, die der damals modische Historismus zitiert: antike Tempelportale, Säulen neben gotischen Fenstern, Jugendstil-Ornamente (Haus Möwe), aber auch Barock- und Renaissance-Zitate.

  

Binz zeigt sogar alpenländische Anklänge ("Schweizer Häuser") und nordische Holzhäuser. Jedes Haus ist anders. Und trotzdem gibt es viele Gemeinsamkeiten: Zuerst die Farbe - das Weiß strahlt elegant, festlich und mediterran, verstärkt durch blaues Meer, den Himmel und den feinen, strahlenden Strand. Dann das Dekor der Häuser, das leicht und verspielt wirkt. Das liegt am Material. Auf Rügen verwendeten die Baumeister für Verzierungen und Balkone eher fein gearbeitetes Holz oder Metall, während Balkone und Vorbauten auf Usedom im Vergleich dazu fast immer massiv gebaut sind und schwerer wirken. Die Binzer Holzelemente dagegen scheinen im Sonnenlicht wie geklöppelte Spitze, oft handelt es sich um Laubsägearbeiten von Bootsbauern, die mit der Feinarbeit die langen Winter überbrückten.

  

Hinzu kommt: Alles wendet sich zum Meer und zur Promenade - auch die ebenfalls für die Bäderarchitektur typischen Loggien, Balkone, Erker und Terrassen. Warum? Weil damals die südliche Sehnsucht und Hinwendung zur Natur, nach Luft, Licht, Sonne und Meer zum ersten Mal auch baulich handfest ausgelebt wurde. Ein Grund, warum wir diese Architektur noch heute lieben.

 

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