Samstag, 18. August 2012 - Volker Lechtenbrink
"Gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf"
Volker Lechtenbrink, geboren 1944 in Cranz/Ostpreußen, ist Schauspieler, Sänger, Regisseur und Texter, war zudem Intendant des Hamburger Ernst Deutsch Theaters und der Bad Hersfelder Festspiele, deren dreimaliger Preisträger er auch ist. Bereits als Achtjähriger sprach er im NDR-Kinderfunk. Zwei Jahre später stand er in einem Weihnachtsmärchen des Deutschen Schauspielhauses auf der Bühne.
Vier Jahre später gab Volker Lechtenbrink an der Landesbühne Hannover in Shakespeares Kaufmann von Venedig sein "richtiges" Theaterdebüt. Es folgten Engagements an den Bühnen der Stadt Köln und am Bayerischen Staatsschauspiel München. Von 1969 bis 1983 war er am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg verpflichtet, wo er auch Regie führte. Seither gastierte Volker Lechtenbrink in zahlreichen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.
1959 wurde er in der Rolle des Kurt Hagen in Bernhard Wickis Antikriegsfilm Die Brücke bundesweit bekannt.
Für seine Lesung von Die Brücke erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis 2007, für das Hörbuch Das Feuerschiff von Siegfried Lenz den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2008. Für seine Verkörperung von Richard Nixon in Frost/Nixon an den Hamburger Kammerspielen wurde Volker Lechtenbrink 2010 mit dem Rolf-Mares-Theaterpreis der Stadt Hamburg ausgezeichnet.
Gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf. Mit dem Antikriegsfilm Die Brücke wurde Volker Lechtenbrink als Fünfzehnjähriger über Nacht berühmt. Später überzeugte er auch als Sänger, Regisseur und Intendant – und immer wieder auf der Theaterbühne. Den „Bruder Leichtfuß“, wie ihn der Spiegel einmal nannte, retteten manchmal nur eine Portion Glück und geduldige Freunde. Er erzählt von einer herzlichen, chaotischen Patchwork-Familie, von großen Kollegen wie Hildegard Knef und Anthony Quinn, von Freunden wie Peter Maffay und Kris Kristofferson, von Fußball mit Uwe Seeler und Günter Netzer, von der Neigung älterer Männer zu jüngeren Frauen und vom Glück, ganz allein auf einer kleinen Insel zu sein.
»Volker Lechtenbrink ist ein Mann der Gefühle, der nach Intensität sucht. Der Lebenssucht zugibt, der die ganze Palette Leben will.« (Hubertus Meyer-Burckhardt, Hamburger Abendblatt)
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