Mit ihren dornigen Blättern erinnert die Aloe Vera zunächst an einen Kaktus. Dabei ist sie, wie die Zwiebel, ein Liliengewächs und wird daher auch gerne als Wüstenlilie bezeichnet. Ihr ursprünglicher Lebensraum war die arabische Halbinsel. Die Ägypter haben sie später nach Griechenland und Asien gebracht. Inzwischen ist sie im gesamten Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln zu finden. Seit mehr als 6 000 Jahren genießt die Aloe Vera ihren Ruf als Heilpflanze. Auch für Haut und Haare gilt die „Pflanze der Unsterblichkeit“ als ein echter Geheimtipp.

Für die Gesundheit

Aloe Vera enthält rund 200 Inhaltsstoffe, darunter Vitamine, Enzyme und Mineralien. Ein besonderer Trumpf für die Gesundheit ist der Wirkstoff Polysaccharid Acemannan. Dabei handelt es sich um ein Kohlenhydrat, das den menschlichen Organismus gegen Pilze, Bakterien und Viren fit macht. Weil es der Körper nach der Pubertät nicht mehr selbst herstellt, muss es mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Aloe Vera-Pflanze kann daher bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen helfen:

  • Verstopfung: Die in der Aloe Vera enthaltenen Anthranoide wirken abführend, weshalb die Pflanze gegen Verstopfung helfen kann. In der Apotheke gibt es spezielle Pillen und Tinkturen. Den puren Saft sollten Sie aus Sicherheitsgründen besser nicht zu sich nehmen.
  • Diabetes: Es gibt zudem verschiedene Hinweise dafür, dass eine regelmäßige Einnahme von Aloe Vera-Gel die Symptome von Diabetes verbessert. Die Gelenke und Sehnen werden dank Aloe Vera robuster.
  • Gelenkprobleme und Arthrose: Einerseits können vorhandene Gelenkprobleme gelindert, und andererseits Arthrose vorgebeugt werden. Ebenso wirkt Aloe Vera dank des Nervenstärkers Valin beruhigend auf das Nervensystem.

Um von den positiven Auswirkungen auf die Gesundheit zu profitieren, sollten Sie 3 bis 5 EL Aloe-Vera-Gel pur oder mit etwas Wasser verdünnt einnehmen.

Für die Schönheit

Die Haut das Gel besonders gut auf, weshalb kleine Trockenheitsfältchen schnell verschwinden. So wundert es wenig, dass auch heute viele Masken, Cremes und Lotionen auf die Wirkung der Aloe Vera setzen. Das kühlende, aus den Blättern gewonnene Gel ist tatsächlich eine Wohltat für die Haut. Es lindert Hautirritationen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, hilft gegen Herpes und bei Erfrierungen. Auch bei Insektenstichen, Verbrennungen und Sonnenbrand wirkt der entzündungshemmende Pflanzenextrakt beruhigend, wenn er mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen getupft wird. Und nicht nur die Haut profitiert von einer Aloe-Vera-Behandlung. Trockenes, kraftloses Haar lässt sich ebenfalls mit dem feuchtigkeitsspendenden Extrakt aufpeppen. Es heißt sogar, Shampoos oder Tinkturen mit Aloe Vera würden das Haarwachstum stimulieren. Das in der Pflanze enthaltene Beta-Sitosterin regt die Durchblutung der Kopfhaut an. Zudem enthält sie reichlich Kalium: Ein Mangel an diesem Mineralstoff kann zu Haarausfall führen. Weiterhin bekämpft Aloe Vera wirksam Schuppen auf der Kopfhaut. Dazu sollten Sie 2 bis 3 EL Aloe-Vera-Saft in die Kopfhaut einmassieren. Nach 10 Minuten spülen Sie ihre Haare mit warmen Wasser aus.

Aloe Vera selbst anbauen

Je höher der Aloe-Vera-Anteil in der Kosmetik, desto besser ist selbstverständlich die Wirkung. Reine Aloe-Vera-Produkte sind jedoch teuer. Die genügsame Wüstenlilie selber anzubauen, macht also nicht nur Spaß, es zahlt sich auch aus.

So funktioniert es:

Der gut sortierte Gartenfachhandel führt das Liliengewächs in seinem Sortiment. Achten Sie darauf, dass die Pflanze aus biologischem Anbau stammt! Zuhause angekommen, freut sich die Aloe Vera über ein warmes, helles und trockenes Plätzchen – gerne auf der Fensterbank oder im Sommer auf dem Balkon. An direktes Sonnenlicht sollte sie schrittweise gewöhnt werden. Die Aloe Vera benötigt viele Mineral­stoffe. Ideal ist daher ein mit fertiger Kakteen- oder Sukkulentenmischung gefüllter Topf. Dieser sollte groß sein, da die Pflanze stark austreibt. Im Sommer nicht austrocknen lassen, besser ordentlich gießen. Im Winter weniger wässern. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass die Blätter nicht nass werden.

Wie das Gel gewonnen wird:

Es kann einige Jahre dauen, bis die Aloe Vera reif genug ist, um das Gel zu ernten. Für die Ernte schneiden Sie eines der äußeren Blätter bodennah ab. Waschen Sie das Blatt und stellen Sie es senkrecht in ein Glas, dann tritt ein gelber, reizender Saft aus, das Aloin. Anschließend das Blatt erneut waschen, abtrocknen und die äußere, wachsartige Schicht entfernen. Vom unteren, breiten Ende des Blattes etwa 3 cm abschneiden und entsorgen. Dann das Blatt längs aufschneiden, mit einem desinfizierten Messer filetieren und das klare Mark auslösen. Geben Sie das Blattgel anschließend in ein verschließbares, desinfiziertes Glas. Im Kühlschrank ist es ein paar Tage haltbar.

Aloe Vera Gel

Das waren unsere Besten Tipps zum Thema Aloe Vera. Probieren Sie doch den ein oder anderen gleich aus.