Beim „Baltic Lights“, dem nördlichsten Hunderennen Deutschlands, am 10. und 11. März 2018 steigen wieder prominente Schauspieler für einen guten Zweck als Musher auf den Schlitten

Schon von Weitem ist freudiges Bellen und Heulen zu hören. Kein Wunder: Heute soll in Heringsdorf immerhin das nördlichste Hunderennen Deutschlands mit etwa 400 Huskys stattfinden. Und da das mit dem Schnee an der Ostsee so eine Sache ist, sind die Schlitten mit Rädern statt Kufen ausgestattet. Dass die Fahrt auf dem feinen Strandsand keineswegs weniger anspruchsvoll ist, das werden die Teilnehmer später noch feststellen.

Musher aus Europas reisen an

Doch der Reihe nach: Organisiert wird Baltic Lights, so der Name der Veranstaltung, die 2016 Premiere hatte von Schauspieler Till Demtrøder gemeinsam mit den Usedomer Kaiserbädern. Eingeladen sind viele Prominente, darunter Anja und Gerit Kling, Mariella Ahrens, Gedeon Burkhard, Maxi Ahrland und Kim Fisher. Sie sollen neben den professionellen Mushern, die mit ihren Hunden aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich angereist sind, als Gäste fahren.

Till Demtrøder interviewed Schauspielerin Gerit Kling. Bild: ExperiArts Entertainment / Franziska Krug

Till Demtrøder interviewed Schauspielerin Gerit Kling. Bild: ExperiArts Entertainment / Franziska Krug

Hundefreund und Schauspieler Francis Fulton-Smith mit drei Huskys. Bild: ExperiArts Entertainment / Roman Babirad

Hundefreund und Schauspieler Francis Fulton-Smith mit drei Huskys. Bild: ExperiArts Entertainment / Roman Babirad

Dieter Hallervorden und Jutta Speidel bei der Preisverleihung von Baltic Lights. Bild: ExperiArts Entertainment / Stefan Stuhr

Dieter Hallervorden und Jutta Speidel bei der Preisverleihung von Baltic Lights. Bild: ExperiArts Entertainment / Stefan Stuhr

Schon am frühen Mittag stehen Hunderte Menschen auf der Seebrücke und jubeln den Hundegespannen zu. An Imbissständen werden Bratwürste und Glühwein verkauft. Von Heringsdorf geht es über eine Distanz von 2,5 Kilometern zur Ahlbecker Seebrücke und zurück. Manche Promis teilen sich die insgesamt fünf Kilometer und tauschen in Ahlbeck. Doch selbst nach der halben Distanz kommen sie pustend und mit hochroten Köpfen in Heringsdorf an. Denn so begeistert die Gespanne auch loslaufen: Für die Hunde ist der Sand als Untergrund ungewöhnlich und kräftezehrend – und die Prominenten sind eben keine Musher. Und so bleibt einfach mal das eine oder andere Gespann stehen oder will eine Abkürzung durch das Absperrband nehmen.

Doch so eng wird das hier alles nicht gesehen. Die rund 50 000 Zuschauer jubeln, egal wie langsam Kim Fisher & Co über die Ziellinie rollen. Im Jahr 2017 wurde am Ende von „Baltic Lights“ ein Scheck in Höhe vom 36 000 Euro zugunsten der Welthungerhilfe überreicht und Besucher, Hunde, Promis und Musher hatten alle sehr viel Spaß. Mal sehen, wie viel in diesem Jahr zusammenkommt.

Text: Cornelia Wolter
Bilder: ExperiArts Entertainment