Wenn die Tür einer finnischen Sauna weit offen steht, kann das nur eines heißen: Gleich beginnt ein Aufguss. Die Gäste kühlen etwas vor, bevor der Saunameister sie richtig ins Schwitzen bringt. Dabei spielt der Spaßfaktor eine immer größere Rolle. Mittlerweile gibt es regelrechte Tanz-Wedel-Choreografien mit Kostüm, vom Lederhosen-Bayer bis zum Indianerhäuptling, ja sogar jährliche Aufguss-Meisterschaften.

Die klassische Zeremonie geht so: Mit Kübel, Holzkelle und Lendenschurz bewaffnet, schließt der Saunameister die Tür hinter sich. Draußen hängt ein Schild: „Aufguss, bitte nicht eintreten.“ Nach der Begrüßung verteilt er das Eis oder Wasser aus dem Eimer mit dem Schöpflöffel auf den heißen Steinen des Saunaofens. Oft sind dem Aufgusswasser ätherische Öle oder Kräuter-, Holz- und Frucht-Aromen zugesetzt, mit beruhigender oder anregender Wirkung.

Zischend steigt die Luftfeuchtigkeit in der Sauna von 10 auf 30 Prozent an, was bei 90 Grad einen heftigen Hitzereiz auslöst. Um die heiße, feuchte Luft zu verteilen, schwingt der Saunameister ein Badehandtuch wie ein Torero hin und her. Beliebt sind außerdem die einhändige Lasso-Variante, ein großer Fächer oder eine Handtuch-Fahne, mit der man auch die obersten Bänke erreicht. Nach drei Runden, insgesamt etwa acht Minuten, folgt draußen die Abkühlungsphase. Oft bekommen die Gäste dazu kalten Tee gereicht oder etwas frisches Obst.

Sich mit Birkenzweigen abschlagen

Während jeder Saunabesuch die Abwehrkräfte stärkt, helfen manche Aufgüsse bei speziellen Beschwerden. Gut gegen Stress ist ein Klangschalen-Aufguss: Der Schall überträgt sich direkt auf den Körper und sorgt für Tiefenentspannung. Und wer unter Muskelverhärtungen leidet, für den eignet sich eine russische Sauna. Die „Banja“ ist für extra-hohe Temperaturen und „Wenik“-Aufgüsse („Birkenzweig“) bekannt. Man wird vom Saunameister mit aufgeweichten Birkenbündeln besprenkelt und kann sich selbst oder gegenseitig damit abschlagen. Das lockert das Gewebe und verbessert die Durchblutung.

Farbsauna für eine bessere Stimmung

Dennoch ist Saunieren kein Leistungssport und ein Aufguss immer nur so gut, wie man sich dabei fühlt. Auch wenn zwölf Millionen Deutsche regelmäßig in die Sauna gehen: Wer Herz-Kreislauf-Probleme hat, ist in einer mäßig temperierten Infrarotkabine, einer stimmungsaufhellenden Farbsauna (Helarium) oder einem Dampfbad besser aufgehoben. Letzteres nutzt sowohl den Atemwegen als auch der Haut. Bei fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit öffnen sich die Poren.

In manchen Spas gehören Gesichtsmasken und Ganzkörperpeelings zum Dampfbad-Standard. Wer sich hier mit einer Salz-Limette-Ingwer-Mischung einreibt, wird sich beim Abduschen wundern, wie geschmeidig sich Arme, Bauch und Beine anfühlen. Auch der Blick in den Spiegel macht nach einer Quark-Honig-Maske Spaß: Die Wirkstoffe werden von der gereinigten Haut gierig aufgesogen und hinterlassen einen strahlenden Teint.

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Text: Meike Wöhlert

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