Bienen sichern uns unsere Nahrung – jeder Hobbygärtner kann etwas zum Erhalt der Insekten beitragen

Bienen genießen einen guten Ruf als nützliche Insekten. Schließlich liefern sie uns köstlichen Honig fürs Frühstücksbrötchen. Doch darüber hinaus übernehmen sie eine Aufgabe in der Pflanzenwelt, die sie für den Menschen unentbehrlich macht: Viele Nutz- und Futterpflanzen können nur geerntet werden, weil Bienen sie bestäuben.

Die Tiere arbeiten in großer Präzision zusammen. Obwohl in einem Bienenstock bis zu 60 000 Bewohner – also ungefähr so viele wie Stralsund hat – auf engstem Raum zusammenleben, herrscht unter ihnen eine verblüffende Eintracht. Ob Bienenkönigin, Drohnen oder Arbeiterinnen – jedes Mitglied eines Bienenstaates weiß, was es zu tun hat. Bei den Honigbienen, die man in der Natur von Blüte zu Blüte fliegen sieht, handelt es sich meistens um Arbeiterinnen, die im Alter von drei Wochen ausschwirren, um Nektar und Pollen zu sammeln und Honig zu produzieren.

Hummeln brauchen früh Nahrung

Allein in Deutschland leben 560 Bienenarten, doch viele sind stark bedroht, weil ihre Lebensräume kleiner werden. Jeder, der einen Balkon oder Garten hat, kann durch seine Pflanzenwahl etwas dagegen tun. Frühblüher wie Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen und Blausterne versorgen Hummeln mit dem ersten Nektar des Jahres. Grundsätzlich sollte man immer die einfachen Sorten gegenüber denen mit gefüllten Blüten vorziehen, denn das erleichtert den Insekten den Zugang zu Nektar und Pollen.

Text: Kirsten Niemann

Bienen fliegen gern Lavendel an. Bild: fotolia

Bienen fliegen gern Lavendel an. Bild: fotolia

Die Sorten

Blütenhonig entsteht aus dem Blütennektar. Sein Geschmack ist abhängig von den aufgesuchten Pflanzen. Lieblich ist der Sommerhonig. Er wird aus dem Nektar verschiedener Wiesen- und Waldblüten gewonnen. Honigtau- oder Waldhonig sammeln die Bienen von Bäumen. Er ist deshalb eher dunkel und kräftig im Geschmack.

Honig ist gehaltvoll und gesund. Und ein Produkt harter Bienenarbeit: Für einen Liter des zähflüssigen Naturprodukts müssen etwa zehn Millionen Blüten angeflogen werden! Bild: fotolia

Honig ist gehaltvoll und gesund. Und ein Produkt harter Bienenarbeit: Für einen Liter des zähflüssigen Naturprodukts müssen etwa zehn Millionen Blüten angeflogen werden. Bild: fotolia

Qualität

Sortenrein sind Honige, wenn die Bienenernte mindestens zu 60 Prozent aus einer Pflanzenart stammt. Mischhonig wird aus verschiedensten Blütenmischungen gewonnen.

Lagerung

Obwohl Honig fast unbegrenzt haltbar ist, besitzt er licht- und wärmeempfindliche Bestandteile. Er sollte deshalb kühl und dunkel gelagert werden. Oft wird Honig nach einer Weile fest. Das ist kein Qualitätsverlust. Um den Honig wieder geschmeidiger zu machen, erwärmt man ihn im Wasserbad bei etwa 40 Grad.

Köstlich: Blütenhonig vom Imker. Bild: fotolia

Köstlich: Blütenhonig vom Imker. Bild: fotolia