Vor der Party

Um einem sogenannten Kater oder Hangover vorzubeugen, ist es ratsam, eine Grundlage durch eiweißhaltige und fettige Nahrung zu schaffen, ehe man Alkohol trinkt. Denn das verlangsamt die Alkoholaufnahme ins Blut. Wer vor großen Festessen weiß, dass diese ihm Verdauungsprobleme bereiten, kann durch Heilpflanzen mit Bitterstoffen vorbeugen. Tees oder Extrakte aus Enzianwurzel oder Löwenzahn wirken gut, wenn sie eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit eingenommen werden, rät der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

Auch die ätherischen Öle im Fenchel können vorbeugend gegen Blähungen und Völlegefühl wirken. Dafür sollte man Fenchelsamen zerstoßen und mit heißem Wasser aufbrühen. Am besten beginnt man ein bis zwei Wochen vor den Festtagen damit, täglich Fencheltee zu trinken. Die gleiche Wirkung haben Anis- und Kümmelsamen. Ingwer wirkt verdauungsanregend und gegen Übelkeit, aus ein bis zwei Scheiben lässt sich ein Tee bereiten. Man kann den Ingwer auch gleich im Festmahl – etwa im Gänse- oder Entenbraten – als Zutat verarbeiten.

Beim Feiern

Besonders durch hochprozentige Getränke nimmt man mehr Alkohol auf, als der Körper in kurzer Zeit abbauen kann, die Folge ist ein Kater am nächsten Tag. »Um Kopfschmerzen und Übelkeit zu vermeiden, sollte man deshalb lieber auf harte Getränke verzichten und sich beim Trinken Zeit lassen«, rät der BDI. Zwischendurch immer wieder ein Glas Wasser zu trinken, hilft einer Dehydrierung vorzubeugen.

Nach dem Fest

Wer viel Alkohol getrunken hat, sollte vor dem Zubettgehen noch ein großes Glas stilles Wasser mit einer darin aufgelösten Magnesiumtablette zu sich nehmen, um Symptomen eines Kater wie Durst, Kopfschmerzen oder Erbrechen vorzubeugen. Es ist ratsam, bei offenem Fenster zu schlafen, weil der Körper beim Alkoholabbau viel Sauerstoff verbraucht. Und zu wenig Sauerstoff ist eine Ursache, weshalb Kopfschmerzen entstehen. Gegen Beschwerden hilft ein kalter Waschlappen auf der Stirn. Auch etwas Pfefferminzöl oder Tigerbalsam auf die Nasenwurzel oder Schläfen zu reiben, kann wohltuend sein. Der altbekannte Rollmops – wer ihn denn am nächsten Morgen essen kann – enthält viele Mineralien und hilft so gegen den sogenannten Hangover. Dieses Nahrungsmittel versorgt den Körper nämlich wieder mit wichtigen Mineralien, die durch den Alkoholkonsum verloren gegangen sind. Eine Gemüsesuppe erfüllt übrigens den gleichen Zweck.

Hilft ein Verdauungsspaziergang?

Gegen ein Völlegefühl nach dem Essen hilft am besten ein Spaziergang. Ruhen oder ein Verdauungsschnaps sind dagegen nicht dienlich – im Gegenteil: Denn Alkohol wird schneller verdaut als Fett und verlangsamt so den Verdauungsprozess. Auch ein Espresso kann anregend wirken.