Endlich an Deinem Zielort für ein paar Tage in der Natur angekommen, liegt das Wanderabenteuer bereits in der Luft. Du würdest am liebsten direkt in die Wanderschuhe schlüpfen, das Nötigste in die erstbeste Tasche werfen und losgehen, einfach der Nase nach? Neben einer traumhaften Route und der geballten Ladung Vorfreude gehört jedoch mehr dazu, um eine richtig gute Zeit im Grünen zu verbringen. Der perfekte Wanderrucksack richtig gepackt ist bereits die halbe Miete, damit Du Deine Wanderung schmerzfrei und entspannt genießen kannst. In diesem Blogpost zeigen wir Dir, wie Du den perfekten Wanderrucksack findest und wie Du ihn richtig packst.

Der perfekte Wanderrucksack

Für ein gelungenes Wanderabenteuer muss der richtige Rucksack her. Bei dem Kauf Deines neuen Abenteuerbegleiters lohnt es sich, Zeit mitzubringen. Es dauert ein bisschen, die verschiedenen Rucksäcke auszuprobieren. Erwarte nicht, direkt auf Anhieb den perfekten Rucksack zu finden und mit nach Hause zu nehmen. Am besten kommst Du an einem zweiten Tag nochmal, um Deine Favoriten auszuprobieren. Nur so kannst Du Dir wirklich sicher sein.

Aber welcher Rucksack ist denn nun der Richtige?

Pauschal lässt sich nicht das EINE Rucksackmodell empfehlen. Denn wichtig ist vor allem, dass der Rucksack zu Deinem Körper passt.

Die richtige Passform

Wonach Du Dich in jedem Fall richten kannst: Die Länge des Rucksacks muss zu der Länge Deines Rückens passen. Nur so kann gewährleistet werden, dass sich das Gewicht gut über Deiner Hüfte verteilt. Es gibt übrigens auch spezielle Frauenmodelle, die besser zum Körperbau der Frau passen. Aber da auch unter Frauen jeder Körper anders ist, müssen Abenteurerinnen nicht automatisch ein Frauenmodell wählen. Bist Du zum Beispiel weiblich, aber eher schlank und groß, probiere ruhig auch mal ein „Männer“-Modell aus.

Der Rucksack, der perfekt zu Dir passt, verteilt das Gewicht Deines Gepäcks optimal. Dabei sollte 1/3 des Gewichts auf den Schultern und 2/3 des Gewichts auf der Hüfte lasten. Zudem sollte der Rucksack fest am Körper sitzen, aber gleichzeitig nicht einengen. Achte darauf, dass Armfreiheit auch dann gegeben ist, wenn sich der Rucksack eng an Deinen Körper schmiegt.

Probiere direkt im Geschäft aus, wie Du die Gurte richtig einstellst. Dabei können Dir auch die Mitarbeiter:innen behilflich sein. Wichtig sind dabei vor allem die Schultergurte sowie der Hüftgurt. Viele Rucksäcke haben zudem einen Brustgurt. Dieser bringt den Rucksack noch näher an Deinen Körper und sorgt für mehr Bewegungsfreiheit der Arme. Schnell übersieht man außerdem die Lastenkontrollriemen – dabei sind auch sie wichtig dafür, dass Dein Rucksack richtig sitzt. Sie bringen den Rucksack noch näher an den Körper. Du solltest sie so einstellen, dass der Rucksack nicht zu weit nach hinten hängt, aber Dich auch nicht einengt.

So ziehst Du den Rucksack richtig auf

Damit Du den Rucksack optimal einstellen kannst, solltest Du vorm Aufziehen alle Riemen lockern. Anschließend ziehst Du den Rucksack auf und stellst zunächst den Hüftgurt ein. Danach passt Du die Schultergurte an. Erst dann folgen Brustgurt und Lastenkontrollriemen. Beim Einstellen der Riemen gibt es keine Zauberformel – höre hier vor allem auf Dein Bauchgefühl und stelle die Gurte so ein, wie es sich am besten anfühlt.

Hilfreiche Features

Viele Rucksackmodelle kommen mit allerlei Schnickschnack daher. Nicht alles davon ist unbedingt nötig, um das Beste aus Deinem neuen Rucksack herauszuholen. Ein paar Features sind aber tatsächlich sehr hilfreich für Deine nächste Wanderung:

  • Taschen: Ein paar Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die Trinkflasche, sollten während der Wanderung direkt griffbereit sein. Daher lohnt es sich, ein Rucksackmodell zu wählen, das links und rechts Taschen hat. So vermeidest Du, dass Du jedes Mal den Rucksack absetzen und lange kramen musst, wenn Du eine Sache häufiger benötigst.
  • Kompressionsriemen: Die Riemen außen am Rucksack helfen Dir dabei, den Rucksack stabiler an Deinen Körper zu bringen. Zudem sind sie nützlich, um Dinge außen am Rucksack festzuklemmen, wie zum Beispiel Wanderstöcke.
  • Höhenverstellbares Deckelfach: Benötigst Du bei einer Wandertour mal mehr Platz, ist ein höhenverstellbares Deckelfach praktisch. Dieses vergrößert den Rucksack und sorgt für extra Volumen.
  • Regenhülle: Fängt es auf einer Wanderung mal an zu regnen, wirst Du für eine Regenhülle passend zu Deinem Rucksack dankbar sein. Die Hülle lässt sich außen am Rucksack befestigen und schützt den Inhalt vor Nässe. Sollte es mal länger regnen, kann jedoch trotzdem Wasser über den Rückenteil hineingelangen. Um hier vorzusorgen, lohnt es sich, alle wasserempfindlichen Dinge in eine Drybag innerhalb des Rucksacks zu packen.

Der perfekte Wanderrucksack: So packst Du ihn richtig

Der perfekte Wanderrucksack ist bereits bei Dir eingezogen? Dann kommt es jetzt noch darauf an, dass er richtig gepackt wird. So beugst Du Rückenschmerzen und Balance-Probleme vor und sorgst für ein entspanntes Wandererlebnis. Die Faustregel dabei ist, dass sich der schwerste Punkt innerhalb des Rucksacks möglichst mittig und nah am Körper befindet. Packe also alle schweren Dinge mittig und nah an den Rücken. Am Boden darunter sind leichte, voluminöse Gegenstände gut aufgehoben. Mittelschwere Ausrüstung packst Du mittig hinten ein. Kleinkram passt wunderbar ganz oben in den Rucksack.

Mit dem richtigen Rucksack und einer guten Packstrategie steht Deinem Wanderabenteuer nichts mehr im Wege. Vielleicht lässt Du noch ein bisschen Platz in Deinem Rucksack für die Erinnerungen, die Du auf dem Weg aufsammelst. Hier findest Du 4 Wege, Deine Urlaubserinnerungen festzuhalten. Bereit für Dein nächstes Abenteuer?

Wir freuen uns auf Dich!