Wellness ist mehr als Massage. Sie dient der Gesundheitsvorsorge. Wie sich selbst ein Kurzurlaub nachhaltig nutzen lässt verrät Ihnen Michael Kropp, Leiter des PURIA Spa Fürstenhaus Am Achensee

Prävention

„Den Puls des eigenen Herzens fühlen. Ruhe im Innern und Ruhe im Äußern. Wieder Atem holen lernen, das ist es.“

Diese Worte schrieb der Dich­ter und Schriftsteller Christian Morgenstern schon vor 100 Jahren. Damals sprach noch niemand von Stress. Auch gab es noch keine Handys. Den Wunsch nach Ruhe und Entspannung gab es dennoch. Als medizi­nischer Masseur, energetischer Heiler, Entspannungs­pädagoge, Meditationsleiter und Fitnesstrainer habe ich vor einiger Zeit mein eigenes Wellnesskonzept entwickelt, in das 15 Jahre Erfahrung fliessen.

Vier Säulen der Gesundheit

Entspannung, Massage, Energiearbeit und Fitness – das sind die vier Säulen, auf denen mein Konzept aufbaut. Als passive Methoden der Entspannung haben wir im Fürstenhaus Am Achensee Verschie­denes zur Auswahl, darunter Ayurveda, Thaimas­sage und vieles mehr. Das Angebot gleicht einer „Weltreise“. Kurse in Meditation, autogenem Trai­ning, Muskelentspannung und Yin-Yoga dienen der aktiven Entspannung in Kleingruppen.

Ein besonders wichtiger Teil meines Konzepts zielt auf Energiearbeit und die Aktivierung körpereigener Selbstheilungskräfte. Wir behandeln auf einer Klangliege und haben mit Chakra-Arbeit, Reiki, Klangschalenbehandlungen und Phonopho­rese (Stimmgabel-Therapie) vielfältige Möglichkei­ten, die es zum Wohl des Gastes einzusetzen gilt. Die Fußreflexzonentherapie sehe ich als eine tol­le Verknüpfung von Schul- und Alternativmedizin.

Bewegung gibt Aktivität, Kraft und Ausdau­er. Wer es im Alltag nicht schafft, seinen „inneren Schweinehund“ zu überwinden, der findet zumin­dest im Urlaub täglich Sportkurse wie Hatha- und Power-Yoga, Ganzkörpertraining, Nordic Walking und meditatives Wandern im Karwendelgebirge.

Wie auch immer ein Gast zu den Themen Gesundheit, Balance und Harmonie ste­hen mag und diese erreichen möchte – wir besprechen gerne in einem persön­lichen Gespräch den perfekten Urlaub für den Einzelnen.

Im Folgenden finden Sie einen Vorschlag, wie Sie Ihren persön­lichen Wellnesstag gestalten können.

Wellness-Vormittag

7:00 Uhr: Sonnenaufgangsmeditation

Der frühe Morgen, wenn die Sonne noch nicht aufgegangen und der letz­te Stern verschwunden ist, wird in Indien „Sandhya“, Zwischenraum, genannt. Zu dieser Zeit fällt das Meditieren leichter.

7:45 Uhr: Das gute Frühstück

Die erste Mahlzeit sollte Kohlenhydrate, frisches Obst und Eiweiß enthalten. Gute Kohlenhydrate stecken in Voll­kornbrot oder Müsli. Damit ist der Kör­per für einen aktiven Tag gewappnet.

10:00 Uhr: Energetische Behandlung

Nun ist es Zeit für Energiearbeit. Pro­bieren Sie Holistic Pulsing. Dies ist eine ener­getische Methode, die Körper und Geist in Einklang bringt. Wohltuend ist auch eine Behandlung auf der Klangliege.

Wellness-Nachmittag

12:30 Uhr: Kraft schöpfen in der Natur

Meditatives Wandern in kleiner Gruppe am Besinnungsweg. Atmen Sie dabei tief ein und kommen Sie sich mit jedem Schritt ein Stückchen näher.

Wandern Berge

15:00 Uhr: Zeit für mich

Nach dem Wandern durch die winterliche Landschaft tut ein Saunagang gut. Wer jedoch noch Energie hat, nimmt am Bauch- Beine-Po-Gymnastik-Kurs teil.

17:30 Uhr: Die Massage zum Schluss

Lomi Lomi Nui kommt ursprüng­lich aus Hawaii. Die Ölmassage dient der körperlichen und see­lischen Reinigung, damit neue Energie fließen kann.

TEXT: MICHAEL KROPP, LEITER DES PURIA SPA FÜRSTENHAUS AM ACHENSEE