Der Duft von Kiefern und Meer weckt Erinnerungen an den letzten Urlaub, der Geruch von Orangen und Lebkuchen lässt an Weihnachten denken.

Tatsächlich haben Gerüche einen Einfluss auf unsere Gefühle. Schon seit vielen Tausend Jahren weiß man um die Wirkung, die Düfte entfalten können. Aromen können die Selbstheilungskräfte ankurbeln und beeinflussen Körper, Geist und Seele. Schon in der Antike nutzte man die Duftstoffe von Pflanzen für rituelle Zwecke oder gar zur Heilung.

Doch erst im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts haben Wissenschaftler wirklich erforscht, wie Aromen und Düfte das Wohlbefinden steigern. Oder gar den Verlauf von Krankheiten positiv beeinflussen können. Der französische Chemiker René-Maurice Gattefossé prägte dafür 1937 den Begriff „Aromatherapie“. So lassen sich mithilfe von pflanzlichen Duftstoffen tatsächlich Schlafstörungen, Stress und andere kleinere Beschwerden lindern.

Und das funktioniert so: Über die Atemwege oder die Haut gelangen die Duftstoffe in das sogenannte limbische System. Diese Funktionseinheit im Gehirn steuert unsere Emotionen und ist für die Ausschüttung der Glückshormone zuständig.

Duft im Raum

Wie Düfte unser Gemüt beeinflussen, kann jeder bei sich zu Hause ausprobieren. Am einfachsten geht es mit einer Duftlampe: Ein Schälchen mit ein wenig Wasser füllen, ein paar Tropfen Öl hineingeben und auf ein Stövchen oder die Heizung stellen – fertig! Schon ein mit Duftöl beträufeltes Papiertaschentuch sorgt für eine angenehme Atmosphäre im Raum. Beim Beduften von Zimmern sollte man sich jedoch davor hüten, zu übertreiben. Unsere Nase gewöhnt sich an Gerüche, nimmt sie mit der Zeit nicht mehr so stark wahr. Damit die Dosis nicht permanent erhöht werden muss, empfiehlt es sich, ab und zu eine Duftpause einzulegen – und immer mal wieder gründlich zu lüften.

Ein Bad im Duft

Am schönsten entspannen Körper und Seele bei einem Vollbad in der Wanne. Fertig gemischte Bade-Essenzen gibt es im Drogeriemarkt. Wer sich die Duftnote selber mischen möchte, kauft Kräuter auf dem Markt, füllt sie in ein Stoffbeutelchen und hängt dieses ins heiße Badewasser. Besonders beliebt sind ätherische Öle. Diese entfalten ihre volle Wirkung allerdings nur, wenn man sie zuvor mit einem Emulgator vermengt. Ein neutrales Duschgel, Honig oder auch Sahne sind dafür bestens geeignet. Doch Vorsicht beim Umgang mit reinen ätherischen Ölen, sie können die Haut reizen. Also nicht direkt auf die Haut geben, sondern immer verdünnt mit Wasser oder neutralen Cremes nutzen.

Riechen & heilen

Aromastoffe duften nicht nur schön, sie können auch heilsam sein und Beschwerden lindern. Schon 2001 wiesen japanische Forscher die antibakterielle Wirkung von Ölen aus der Zimtrinde, aus Zitronengras und Thymian nach. 2011 haben das Deutsche Krebsforschungszentrum und Forscher der mexikanischen Universität in Monterrey die toxische Wirkung von ätherischen Ölen auf Krebszellen bestätigt – bislang jedoch nur in Laboruntersuchungen.

Extra-Tipp: Im Travel Charme Ifen Hotel können Sie im Alpenkräuter-Dampfbad wunderbar entspannen, außerdem bietet das Hotel feinste Naturkosmetik, u.a. von Vinoble.

Text: Kirsten Niemann

Bild: fotolia