Wenn die Tage länger und wärmer werden, wir immer häufiger den Grill anschmeißen und in unserem Garten die fröhlichsten Farben sprießen, fühlt es sich schon beinahe an wie Sommer. Im Mai scheinen die am sehnlichsten erwarteten Tage des Jahres zum Greifen nahe – wäre da nur nicht der alljährliche Kälteeinbruch: Die Eisheiligen.

Wann kann ich mit den Eisheiligen rechnen?

Die vier frostigen Tage sind kalendarisch auf den 11. Mai bis zum 15. Mai datiert, können aber auch einige Tage später erst auftreten. Wenn die arktische Polarluft in dieser Zeit auf das Europäische Festland trifft, sinken die Temperaturen, besonders nachts, in den Minusbereich. Schnell fühlt es sich so an, als würde der Winter noch einmal kurz um die Ecke biegen, um uns alle daran zu erinnern, dass er sein Zepter noch nicht vollständig an den Sommer abgegeben hat.

Ein Albtraum für viele Hobbygärtner, denn oftmals fallen die neuen Gartenlieblinge dem Kälteeinbruch zum Opfer. Klar, dass das viele Fragen offen lässt – sollte ich die Eisheiligen abwarten, bevor ich beginne, meinen Garten zu bepflanzen? Oder gibt es doch Möglichkeiten, wie ich meinen Garten vor den plötzlichen Minustemperaturen schützen kann?

Diese Pflanzen sollte man erst nach dem Kälteeinbruch im Garten begrüßen

Besonders mediterrane Gewächse, wie Lavendel, Rosmarin und Basilikum sollten vor den eisigen Temperaturen bewahrt werden. Warte am besten bis nach den Eisheiligen, bevor Du sie in deinen Garten setzt. Auch kälteempfindliche Pflanzen, wie zum Beispiel Tomaten, Gurken, Paprika oder Zucchini aber auch weitere Kürbisgewächse sollten erst in den Garten verlagert werden, wenn die Kälteperiode vorbei ist.

Diese Pflanzen können schon vor den Eisheiligen ins Freie

Kälteresistente Gewächse, die auch Temperaturen bis zu -3 Grad Celsius aushalten, sind beispielsweise Blattsalate, Spinat, Mangold, Rote Bete, Zwiebeln und Kartoffeln. Diese kannst Du also schon vor den Eisheiligen in den Garten setzten. Um sicher zu gehen, dass Deine Gartenlieblinge die Minusgrade überstehen, gibt es allerdings auch ein paar Schutzmaßnahmen, um die Pflanzen vor dem Kälteeinbruch zu bewahren.

So schützt Du Deine Pflanzen vor der Kälte

Wenn Du eine kalte Nacht befürchtest (dies ist besonders in klaren Nächten der Fall), hilft ein kurzzeitiger Kälteschutz, um Dein Beet über Nacht vor Frost zu bewahren. Hier eignen sich Kartons oder Glasglocken, die Du ganz einfach über einzelne Gewächse (zum Beispiel Salatpflanzen) stülpen kannst. Um eine größere Fläche Deines Gartens zu schützen, kannst Du frostgefährdete Stellen aber auch ganz einfach mit Gartenvlies oder speziellen Folien abdecken. Den Schutz kannst Du am nächsten Morgen wieder entfernen, jedoch nicht zu früh. Entferne ihn erst, wenn Du Dir sicher sein kannst, dass sich die Temperatur am nächsten Tag wieder im Plus-Bereich eingependelt hat.
Ob und wie stark Du selbst von den Eisheiligen getroffen wirst, ist auch davon abhängig, wo genau Du wohnst. In Norddeutschland herrscht beispielsweise weniger Frostgefahr als in den Alpentälern. Generell sind Täler anfälliger für Frost, da die schwere kalte Luft hier besonders stark absinkt.

Noch ein kleiner Tipp:

Generell solltest Du beim Bepflanzen Deines Gartens im Mai noch mit einem Auge auf den Wetterbericht achten. Treffe nötige Vorkehrmaßnahmen, um Deine Pflanzen auch bei plötzlichen Temperatureinbrüchen vor Frost schützen zu können. Und noch ein Tipp: Lass Dir auch von dem kurzzeitigen Wintereinbruch die Sommerlaune nicht verderben! Denn nach den Eisheiligen steht einem fröhlichen Einpflanzen nichts mehr im Wege – genau wie den nahenden Sommertagen.

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Wir freuen uns auf Dich!