Nicht nur uns bringt der Harz zum Träumen und lässt ein leichtes Lächeln unsere Mundwinkel umspielen, wenn wir an die Berge und Bäume denken. Schon die größten Dichter, von Goethe bis Heine, waren inspiriert vom Harz. Haben Gedichte nach diesem märchenhaften Ort benannt und waren auf Schnitzeljagd nach Worten in den Wäldern dieser Gegend. Suchten und fanden hier ihre Inspiration zu Kunst, die uns bis heute bewegt, in der Freiheit der unberührten Natur. Oder wie Heine es treffend schreibt: Von dem Ort wo die Brust sich frei erschließet, Und die freien Lüfte wehen. Denn das ist der Harz, das ist der Ort, wo die freien Winde die Leichtigkeit herbeiwehen und wir die Seele auf Berghütten baumeln lassen können. Lachend niederschauen, wie Heine schreibt, auf all unsere Sorgen – denn hier sind wir unseren Sorgen erhaben, wortwörtlich, schweben über ihnen, wo der Bergwind unsere Nasenspitze und der Wind die Melodie spielt. Hier zählt nur der Moment.

 

Auszug aus Heinrich Heines Gedicht „Aus der Harzreise“

 

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die frommen Hütten stehen,
Wo die Brust sich frei erschließet,
Und die freien Lüfte wehen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die dunkeln Tannen ragen,
Bäche rauschen, Vögel singen,
Und die stolzen Wolken jagen.

Lebet wohl, ihr glatten Säle!
Glatte Herren, glatte Frauen!
Auf die Berge will ich steigen,
Lachend auf euch niederschauen.