Von Mai bis Oktober 2017 bietet Binz auf Rügen mit dem KulturSommer Binz Einheimischen und Gästen hochwertige und abwechslungsreiche Unterhaltung in bester Urlaubsatmosphäre. Zu sehen sind nationale Popstars mit Chart-Niveau, allen voran Max Giesinger, der am 26. Juli mit „80 Millionen“ und „Wenn sie tanzt“ den Binzer Kurplatz zum Brodeln bringen wird. „Musik sein“ wird auch am 12. August, wenn DSDS-Sänger Wincent Weiss vor spektakulärer Ostseekulisse auftritt. Mit ausgefeilten Texten und warmherziger Verschrobenheit präsentiert sich am 7. Juli die Band Erdmöbel auf der Kleinen Bühne Löwenherz.

Es folgen Auftritte weiterer moderner Liedermacher wie Alexander Knappe, Benne, Cäthe und Enno Bunger. Erstmalig rückt zur „PierSession“ am 1. Juli die Binzer Seebrücke mit Licht und vier DJs in den musikalischen Mittelpunkt. Jan Plewka, Schauspieler und Sänger der Hamburger Band „Selig“ singt in Binz Lieder von Rio Reiser. Die Kurvervwaltung Binz hat ihn interviewt:

Nach einem viel beachteten Auftritt im Kurhaussaal von Binz (2010) seid Ihr erneut in Rügens größtem Ostseebad.

Jan Plewka: Ich finde es sehr schön hier. Die ganzen Kurbäder sind überhaupt so tolle Spielstätten. Und das Meer hat ja auch etwas, das zum Aufbruch, zur Freiheit ruft. Das sollte den jüngeren kulturinteressierten Leuten nicht verborgen bleiben.

SeaSon: Logo des KulturSommer Binz auf Rügen.

Logo des KulturSommer Binz auf Rügen.

Rio Reiser hat mit seiner Band „Ton Steine Scherben“ und auch mit seiner Solokarriere ein Stück deutscher Musikgeschichte mitgeschrieben und mit der Mischung aus politischer Agitation und Rockmusik, dem so genannten Agit-Rock, polarisiert, die Gefühle seiner Generation zum Ausdruck gebracht. 1970 wurde Jan Plewka geboren. In jenem Jahr forderte Reiser „Macht kaputt, was Euch kaputt macht“. Warum singt Jan Plewka Rio Reiser?

Jan Plewka: Mit 14 Jahren habe ich ihn zum ersten Mal gehört. Seitdem bin ich ein glühender Verehrer von Rio Reiser, von seiner Musik, seiner Poesie, seinen Utopien. Vor ein paar Jahren hat es sich ergeben, dass Tom Stromberg, der ehemalige Intendant des Deutschen Schauspielhauses Hamburg, auf mich zukam und mich gefragt hat, ob ich mir so ein Programm vorstellen könnte. Er ist wie ich ein Rio-Reiser-Fan. Seit zwölf Jahren bin ich mit diesem Programm nun schon auf Tour. Das ist die einzige Konstante in meinem Leben. (lacht)

 

Du bringst auch die Schwarz-Rote Heilsarmee mit?!

Jan Plewka: Ja, wir sind eine große Band mit Schlagzeug, Gitarre und Bass. Wir haben einen Multi-Instrumentalisten, der Klavier, Saxophon und Akkordeon spielt. Wir arbeiten mit Licht und Effekten und das Programm hat eine geheime Dramaturgie. Es werden Emotionen geweckt, es wird getanzt, gesungen, gelacht. Und auch geweint. Aber es ist kein Musiktheater, in dem ich versuche, so zu tun, als wäre ich Rio Reiser. Ich bin Jan Plewka, habe seine Argumente und die Lieder übernommen und singe als Jan Plewka – jetzt auch in der Kirche von Binz. Ich bin gespannt. Vielleicht müssen wir ein bisschen improvisieren. Bis jetzt sind wir aber mit jedem Veranstaltungsort klargekommen.

 

Du bist mit einer Schwedin verheiratet, verbringst auch viel Zeit in unserem nördlichen Nachbarland. Dann dürfte Dir wohl auch Rügen, das ehemalige Südschweden, gefallen?

Jan Plewka: Ich war schon öfter hier und kenne die Insel Rügen, auch das Kreidekliff. Von hier aus bin ich schon mal zu einer Segeltour gestartet – in Richtung Dänemark. Die schönste Zeit ist, wenn die Rapsfelder blühen.

 

Im Mai, zum Auftakt des Binzer KulturSommers, wird’s wieder so sein, dass die Insel ganz in Gelb getaucht ist.

Jan Plewka: Dann komme ich ja genau richtig.

Interview: Kurverwaltung Ostseebad Binz

 

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