Ein Spaziergang durch Kühlungsborn ist, wie durch tausende verschiedene Welten zu wandeln. Begib dich auf eine Reise durch alle Elemente: wie die Vögel an der Küste in der Luft wiegen, der ursprünglichen Natur auf den erdigen Grund gehen, zackige Feuersteine sammeln und den brechenden Wellen lauschen oder mit dem tiefblauen Tor zur Welt verschmelzen.

Luft: Die Ostseeküste

Breitet man beide Arme an der Ostseeküste aus und schließt die Augen, überkommt einen das überwältigende Gefühl, jeden Moment abzuheben und mit dem Wind in die Welt getragen zu werden. Die Promenade im Norden von Mecklenburgs größtem Seebad erstreckt sich über drei Kilometer von der Marina mit den weißen Yachten, die mit den Wellenkronen um die Wette funkeln, vorbei an der Seebrücke, bis zu den Katamaranen des Segelvereins im Westen. Egal ob bei einem ausgiebigen Strandspaziergang, einer Wanderung oberhalb der Dünen, vorbei an prächtiger Bäderarchitektur oder mit dem Segel auf offener See – lass die Sorgen am Ufer zurück und geh mit Wind.

Feuer: Naturschätze und Bäderbahn

Überall an der Ostseeküste sind kostbare Naturschätze zu finden, in denen uralte Geschichten schlummern. So zum Beispiel die zackigen Feuersteine, die ihren Namen daher haben, dass sie schon vor Jahrtausenden zum Feuermachen dienten. Neben ihnen tummeln sich zwischen hohem Schilf und aufgewühltem Sand schillernde Muscheln in allen Farben, Krebsscheren und versteinerte Seeigel.
Feuer fangen auch die Blicke auf die Schmalspurbahn „Molli“, wenn sie die lange Küste entlangdampft. Im Molli-Museum kann man sich über die beeindruckend bewegte Geschichte der historischen Bäderbahn informieren.

Erde: Zurück zu den Ursprüngen

Bevor du dich in die tiefen Wälder begibst, lohnt sich auch ein Ausflug in die Stadt. Hier kannst du gemütlich in eine andere Zeit flanieren – umgeben von Villen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Wer mehr über die Geschichte der Region erfahren will, findet wertvolle Spuren bei der Erdholländer Windmühle oder dem Grenzturm mit einer Ausstellung über die Grenzanlagen der DDR.
Bei der Kühlungsborner Ebene, die schon während der Eiszeit geformt wurde, wächst ein üppiger Wald aus Buchen und lässt einen in eine gänzlich andere Naturwelt abseits des Strandes eintauchen. Der direkte Weg zu den Wurzeln der Region und zu den Ursprüngen des eigenen Selbst führt durch einen ausgiebigen Waldspaziergang – dem raschelnden Laub lauschen, Tiere im Geäst beobachten, sich mit einer Spur in der Rinde verewigen.

Wasser: Wellen und Naturwunder

Wer aus der Kühlung auf die Straße tritt, dem stockt zunächst der Atem. Der großartige Blick über die Ostsee fühlt sich an, als könne man mit der bloßen Hand den Horizont berühren. Wer die brechenden Wellen noch näher erleben will, findet auf dem Bastorfer Leuchtturm in den Rhythmus des Meeres. Seit über 140 Jahren ist der Leuchtturm strahlender Wächter über Abenteurer und Schiffsfahrer. Bei Nacht verwandelt sich der Signalberg zum Schauplatz magischer Naturwunder: Er bietet atemberaubende Sicht bei Mondfinsternissen, Blutmonden und fallenden Sternschnuppen. An keinem Ort lässt es sich besser verweilen, um über die Wucht des Universums zu staunen und im leuchtenden Sternenregen über das Leben zu philosophieren.

Die Ostsee geht durch alle Elemente und direkt unter der Haut – das weiß jeder, der ihr Rauschen und Wogen schon selbst erlebt hat. Welche träumerischen Plätze verbergen sich noch entlang der Küste? Teile deinen Lieblingsort mit uns auf Facebook oder Instagram!