Die Azubis der Travel Charme Hotels zaubern wunderbare Menüs auf die Teller

Anschließend präsentieren sie ihre Gerichte wie kleine Kunstwerke.

Koch ist einer der kreativsten Berufe überhaupt. Entsprechend positiv ist sein Renommee – was nicht zuletzt den vielen Fernsehköchen zu verdanken ist, die mit Leichtigkeit ihre Gerichte auf die Teller zaubern und mitunter gar wie Popstars auftreten.
Der Kochberuf ist eine Berufung. Kochen ist Kunst und Handwerk zugleich, das akribisch gelernt sein will. Das gilt ganz besonders für die gehobene Gastronomie. Zwei Kochazubis im Travel Charme Gothisches Haus in Wernigerode haben sich 2017 und 2018 bis zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften gekocht.

Kochen ist Teamarbeit

Voraussetzung für die Ausbildung ist der Hauptschulabschluss, besser noch der mittlere Schulabschluss. Die dreijährige, duale Ausbildung besteht aus einem betrieblichen und einem schulischen Teil. Vermittelt werden Nahrungsmittel- und Getränkekunde, ein Grundverständnis in berufsrelevante Rechtsfragen und Fachrechnen. Schließlich müssen Köche ihre Rezepte auf die Personenzahl abgestimmt umrechnen können. Neben den Grundgarmethoden und dem Zubereiten der Speisen stehen auch Warenkunde, und Grundwissen zur Hygiene auf dem Stundenplan. Die Abschlussprüfung umfasst Theorie und Praxis.
Wer sein Handwerk gelernt hat, der kann sich selbst verwirklichen. „Ich hatte schon immer Spaß am Kochen. Das Schöne ist, dass ich meine Kreativität ausleben kann und gleichzeitig ein direktes Arbeitsergebnis in der Hand halte“, sagt Laura Küchenmeister. Die 18-Jährige, die einer Harzer Gastronomiefamilie entstammt, absolviert derzeit ihr erstes Ausbildungsjahr in Wernigerode.

Sinnliche Erlebnisse

Ein schönes Gericht kann Gäste begeistern und neue sinnliche Erlebnisse bescheren. „Die angerichteten Teller sehen oft wie Kunstwerke aus“, schwärmt Kathi Leonhard, die derzeit im zweiten Ausbildungsjahr im Strandidyll in Heringsdorf arbeitet. „Ein Gericht anzurichten und dabei immer im Blick zu haben, dass es am Ende gut aussieht, das bereitet mir die größte Freude“, sagt auch Nick Drews, Auszubildender im Travel Charme Hotel Kurhaus Binz. Nicht nur Kreativität ist in dem Beruf gefragt. Auch belastbar sollten angehende Köche und Köchinnen sein. Sie müssen über einen guten Geschmackssinn verfügen, Teamgeist und Organisationstalent mitbringen. Arbeits- und Ablaufpläne zu erstellen, das Personal einzuteilen und anzuleiten gehört ebenfalls zum Beruf.

Eigene Speisen kreieren

Die Anforderungen sind hoch. Die Hälfte bricht die Ausbildung vorzeitig ab. Freie Wochenenden sind selten. „Viele aus meinem Umfeld wollten mir den Beruf deshalb ausreden“, sagt Kathi Leonhard. „Oft muss ich früh aufstehen, manchmal arbeite ich bis 22 Uhr. Aber ich habe mich schnell daran gewöhnt.“ Aaron Germer, der seine Ausbildung im Gothischen Haus in Wernigerode absolviert, wusste das schon vorher: Seine Eltern arbeiten ebenfalls in der Gastronomie. Für den 18-Jährigen überwiegen die positiven Seiten des Berufs. „Dass ich hier eigene Speisen kreieren und meine Ideen umsetzen darf, das ist toll!“

Schweigen am Tisch

Das schönste Lob ist immer noch ein leer gegessener Teller – oder das Schweigen an den Tischen. „Das Highlight war, als ich für eine Veranstaltung vor den Augen der Gäste meine Schlecker-Vanillesauce zubereitet habe. Die ungewöhnliche Stille während des Essens hat mir gezeigt, dass es allen sehr gut geschmeckt hat“, sagt Maxine-Danielle Bruksch, zweites Ausbildungsjahr im Travel Charme Ostseehotel Kühlungsborn. Ihre Passion hat sie in der Patisserie gefunden. Was sie am Beruf reizt? „Dass man ihn überall auf der Welt ausüben kann.“ Nach der Ausbildung will sie gemeinsam mit ihrem Freund durch Asien reisen, um die Kochmethoden dort kennenzulernen.

Informationen zur Ausbildung:
www.azubiyo.de/berufe/hotelfachmann

Fotos: Travel Charme