Klack, klack, klack – man hört ihre Stöcke schon von Weitem. Wie der Name vermuten lässt, haben die Skandinavier den Nutzen von Nordic Walking als Erste erkannt. Inzwischen haben auch mehr als zwei Millionen Deutsche Nordic Walking für sich entdeckt. Manch einer lächelt über diesen Breitensport, verspottet ihn als Senioren-Aktivität, als Bewegung für Faule. Zu Unrecht, wie man ja längst weiß.

Gesund und schlank dank Nordic Walking

Das zügige Gehen am Stock stärkt nicht nur Herz und Kreislauf, sondern auch Rumpf, Beine und Koordination. Es senkt das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, regt den Stoffwechsel an, unterstützt daher Menschen, die abnehmen möchten. Rund 400 Kilokalorien verbrennt der Körper durchschnittlich bei einer Stunde zügigem Walking. Beim Power Walking – so nennt man die Variante, die ohne Stöcke und in schnellerem Tempo ausgeübt wird – sogar noch mehr. Man trainiert seine Ausdauer, wird schlanker und es macht auch noch Spaß.

Wie man es richtig macht

Das Schöne ist: Jeder kann Nordic Walking machen – ob jung oder alt. Selbst Menschen, die normalerweise wenig oder gar keinen Sport treiben, profitieren von diesem dynamischen Sport. Vorausgesetzt, man übt ihn richtig aus und beherzigt ein paar Regeln. Tipp: Kurse werden übrigens von den Krankenkassen bezuschusst.

  1. Schultern niemals hochziehen, sondern entspannt halten. Sonst drohen Durchblutungsstörungen und Kopfschmerzen.
  2. Die Arme sollten seitlich vom Körper wie ein Pendel schwingen. Arme nicht beugen!.
  3. Den Rücken aufrecht halten, aber nicht durchdrücken. Ein Hohlkreuz führt zu Rückenproblemen. Das Gleiche gilt für den Rundrücken, den es ebenfalls zu vermeiden gilt. Am besten walkt es sich leicht nach vorne gebeugt, als würde man sich gegen den Wind stemmen.
  4. Die richtige Schritt-Stockführung ist wichtig: Die Stöcke werden diagonal zum Schritt geführt. Rechter Arm und linkes Bein, linker Arm und rechtes Bein.
  5. Die Stöcke liegen seitlich nah am Körper, nicht so weit nach vorne halten. Nur so entwickelt man einen optimalen Druck für den Vorwärtstrieb.

Stöcke gibt es in Aluminium, Carbon oder Grafit, einige sind höhenverstellbar. Die Griffe bestehen aus rutschfestem Material. Wichtig ist die Handschlaufe, die die Stöcke „fliegen“ lässt. Achten Sie auf die korrekte Stocklänge. Faustregel: Körperlänge in Zentimetern mal 0,66.

Text: Kirsten Niemann

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