Jeden Tag eine Handvoll Nüsse

Das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Das sind etwa 25 Gramm. Über viele Jahre standen sie im Ruf, eine Kalorienbombe zu sein, ein Dickmacher. Ob es daran liegt, dass unser Verzehr weit unterhalb der empfohlenen Menge liegt? Denn tatsächlich essen die Deutschen gerade einmal 4,6 Kilogramm jährlich. Nüsse schmecken nicht nur gut, sie fördern auch unsere Gesundheit – das haben viele Studien gezeigt: Sie senken den Cholesterinspiegel und das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Außerdem schützen sie unsere Gefäße und helfen dabei, den Blutdruck zu senken.

Kastanien oder Maronen?

Auf den Wintermärkten verbreiten sie ihren köstlichen Duft. Marone oder Kastanie – wo liegt da eigentlich der Unterschied? Im Grunde es zwei unterschiedliche Formen der Edelkastanie. Wobei die Marone kleiner, runder in der Form ist und etwas süßer schmeckt. Am besten verzehrt man sie geröstet. Ritzen Sie die Schale der braunen Früchte auf der gewölbten Seite kreuzförmig an. Zuvor werden sie am besten für rund zehn Minuten in heißem Wasser eingeweicht, geht diesas Anritzen etwas einfacher. Danach kommen sie für rund 15 Minuten in den Ofen, wo sie bei 180 oder 200 Grad rösten. Zum Ende des Röstvorgangs biegt sich die Schale erkennbar nach außen. So können Sie die Früchte gut schälen. Kastanien oder Maronen lassen sich allerdings noch viele weitere Arten zubereiten: Vorgekocht und geschält kann man sie als Pürree verwenden oder als gewürfelte Beilage zum Hauptgericht oder auch als Füllung für den Festtagsbraten.

Kleine fettreiche Frucht

Harte Schale – weicher Kern. Das trifft auf die Macadamia ganz besonders zu. Dabei bekommen wir die Schale fast nie zu sehen, die ist nämlich nur sehr schwer, mit einer Maschine zu knacken. Mit einem Gehalt von 70 Prozent ist sie die fettreichste Nuss. Die kleine Australierin gilt als die teuerste Nuss der Welt. Trotz ihres hohen Nährstoffgehalts – 100 Gramm enthalten 700 Kalorien – ist sie sehr gesund. Die Macadamia hat unter allen Nusssorten den höchsten Anteil an Omega-3-Fettsäuren, sie enthält reichlich Vitamin B und viele Mineralstoffe. Er von ihrem gesundheitlichen Nutzen profitieren möchte, verzehrt sie am besten ungesalzen. Besonders schmackhaft sind sie in Keksen oder im Kuchen.

Helferin beim Abnehmen

Erdnüsse sind im eigentlichen Sinne Hülsenfrüchte und keine Linsen. Erdnüsse kommen auf einen Gehalt von 570 Kalorien pro 100 Gramm. Dennoch sollen sie beim Abnehmen helfen, wie US-Forscher herausbekommen haben. Sie enthalten 25 Prozent Eiweiß und sättigen gut. Neben B-Vitaminen, Niacin und Folsäure enthalten Erdnüsse Tryptophan. Dieser Stoff sorgt für einen erholsamen Schlaf und stärkt das Herz.

Königin der Nüsse

Die Walnuss ist die Königin der Nüsse. Die mit 60 Prozent Fettgehalt recht kalorienreiche Nuss ist besonders gesund für unsere Arterien. Verantwortlich ist dafür die Linolensäure. Auch Walnüsse sind mit ca. 60 Prozent Fett sehr kalorienreich. In der Regel machen diese filigranen Kerne aber nicht dick. Ähnlich wie Erdnüsse, helfen Walnüsse sogar dabei, das Gewicht zu regulieren, weil sie sehr sättigen. Ihre ungesättigten Fettsäuren wirken positiv auf den Insulinspiegel. Walnüsse sind geschmacklich ein Allrounder: Sie veredeln den Salat und schmecken zu Pasta ebenso gut wie zu Käse oder im Müsli.

Stärkt das Nervenkostüm

Haselnüsse gelten als besonders gesund. Schon etwa 25 Gramm der Nüsse decken die Hälfte des täglichen Vitamin-E-Bedarfs eines Erwachsenen. Sie regen die Verdauung an, stärken unser Nervenkostüm und das Gedächtnis. Schon die Griechen und die Römer setzten auf die gesundheitsförderliche Wirkung dieser Nuss.

Verwandte der Mango

Die Pistazie ist im botanischen Sinn keine Nuss, sondern eine Steinfrucht und damit eine Verwandte der Mango. Die hellgrünen und kantigen Kerne haben ein angenehmes und feines Mandelaroma und sind nicht nur eine beliebte Knabberei für Zwischendurch. Sie verfeinern vielerlei Speisen – von Pasteten, Desserts bis Pralinen und Salate.

Text: Kirsten Niemann

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