Haben Sie 40 Tage Fasten hinter sich? Zu Ostern gibt es Eier!

Ostern ist nicht nur das Fest der Auferstehung, sondern auch das Fest des Frühlingsanfangs. Wie aber kommt es, dass man zu Ostern so gerne Eier isst? Schon die Perser und Ägypter färbten Eier zum Fest. Sie galten als Symbol für die Fruchtbarkeit und die Erneuerung der Natur. So kam es, dass die Christen die Ostereier als Symbol für neues Leben und Fruchtbarkeit übernommen haben. Das Eieressen hatte aber auch einen praktischen Hintergrund: Weil es während der langen Fastenzeit, die Ostern voranging, verboten war Eier zu essen, freute man sich nun ganz besonders darauf.

Eierlikör selber machen

Zu Ostern ist Eierlikör besonders beliebt. Als Mitbringsel für Freunde oder zum Selbertrinken. Dafür benötigt man nicht mehr als eine Handvoll Zutaten:

8 frische Eigelb
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker,
250 g Puderzucke
340 ml Kondensmilch (7,5% Fett)
1/4 l weißer Rum

So geht’s:

Die Eigelbe und den Vanillezucker in einer Metallschüssel miteinander verrühren. Nach und nach Puderzucker, Kondensmilch und Rum unterrühren. Die Schüssel mit den Zutaten mit dem Rührgerät über dem heißen Wasserbad 5–6 Minuten cremig rühren. Anschließend füllen Sie den Eierlikör mit Hilfe eines Trichters in eine Flasche.
Der Eierlikör hält sich bis zu 6 Wochen, wenn die Flasche gut verschlossen ist. Am besten bewahrt man ihn nicht im Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur auf.

Spargel läutet den Frühling ein

Ostern ist in diesem Jahr spät. Vielleicht können Sie schon die Spargelsaison einläuten. Zum Beispiel mit dieser Spargel-Tarte, für die Sie auch die Reste Ihrer ausgeblasenen Eier verwerten können. Was Sie brauchen:

Für den Mürbeteig:
125 g Butter
250 g Weizenmehl
1 Prise Salz
2 Eier
etwas Butter für die Form

Für die Füllung:
100 g Spargel, weiß oder grün
1 Kugel Mozarella
50 g Sahne
125 ml Milch
50 g Parmesan
1 Prise Salz, Pfeffer, Kräuer
2 Eier

So geht’s:

Alle Zutaten für den Teig miteinander verkneten, den Mürbeteig in eine Folie wickeln und 1 Stunde kühlen.

Spargel schälen und die Enden abschneiden, in kochendem Wasser 5 Minuten garen, abgießen, kalt abspülen. Mozarella klein schneiden. Die Tarte-Form einfetten und den Teig hineinlegen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen 10 Minuten vorbacken.
Eier, sahne, Milch und Kräter miteinander verrühren.
Anschließend Spargel und Mozarella auf dem vorgebackenen Teig verteilen und mit der Eier-Milch-Mischung übergießen. Das Ganze mit geribenem Parmesan bestreuen und ca. 25 Minuten im Ofen backen, bis die Tarte goldgelb ist.

Hefegebäck zum Frühstück

Ostern haben wir reichlich Zeit – vielleicht laden Sie am Sonntag zum Brunch Gäste ein. Einfach zuzubereiten und unvergleichlich lecker ist der Hefezopf, der zu Ostern auch gerne mal in Form eines Hasens oder Kükens auf den Tisch kommen darf. Dazu benötigen Sie Folgende Zutaten:

325 g Mehl
1/4 l Milch
oder 1/2 Würfel frische Hefe
40 g weiche Butter
1 Prise Salz
50 g Zucker
Rosinen
1 Eigelb

So geht’s:

Die Milch lauwarm erwärmen und die Hefe darin schmelzen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde formen, die Hefemilch hineingießen und diese mit dem Mehl vom Rand zu einem Vorteig verrühren. 15 Minuten zugedeckt warm stellen und gehen lassen.
Butter, Salz und Zucker mit dem Vorteig verkneten, anschließend 1/2 Stunde gehen lassen. Danach das ganze noch einmal durchkneten und zu einer langen Rolle formen. Schneiden Sie die Rolle in sechs bis acht gleich große Stücke und formen Sie daraus Knoten. Legen Sie die Teigstückchen auf ein mit backpapier ausgelegtes Blech. Falten Sie die Enden als Hasenohren oder Schnäbel.  Drücken Sie die Rosinen als Augen in den Teig. Eigelb mit etwas Wasser verrühren und die Teigstücken damit bestreichen. Schieben Sie das Blech in den auf 200 Grad (Umluft 175 Grad) vorgeheizten Ofen, 15 bis 20 Minuten backen – fertig!

Text: Kirsten Niemann

Fotos: Fotolia