Knackiger Po, flacher Bauch, gerader Rücken und Schönheit – die Buchtitel zum Thema Pilates versprechen vieles. Und Madonna, bekennender Pilates-Fan, scheint mit ihrem perfekt durchtrainierten Körper der lebende Beweis dafür zu sein, dass dieser Sport zu einer guten Figur ohne ein Gramm Fett verhilft. Das Schöne ist: Pilates definiert den Körper auf eine sanfte Weise und hilft dabei, den Geist zu fokussieren.

Wie geht Pilates?

Pilates wird mit oder ohne Geräte betrieben. Insgesamt gibt es rund 400 Geräteübungen. Sie werden etwa am sogenannten Reformer ausgeführt, der optisch einer Rudermaschine ähnelt, oder am Cadillac, einem Gestell, das ein wenig an ein Gitterbett erinnert. Der Trainingseffekt ergibt sich daraus, dass der Sportler gegen Federwiderstände oder die Schwerkraft arbeitet. „Bei allen Pilates-Bewegungen ist das Entscheidende, dass sie vom Körperzentrum ausgehen“, erläutert Michaela Bimbi-Dresp, Trainerin in München und Autorin eines Pilates-Standardwerks. Das gilt auch für die Boden- und Mattenübungen ohne Geräte.

Die Körpermitte – beim Pilates Powerhouse genannt – befindet sich in der Nähe des Bauchnabels. Um das Powerhouse zu aktivieren, atmet man leicht aus, zieht den Bauchnabel ein und spannt den Beckenboden an. Das Zusammenspiel von Bauchmuskeln, Tiefenmuskeln und Beckenboden soll das Körperzentrum und die Wirbelsäule stabilisieren. Alle Pilates-Übungen -werden langsam, konzentriert und mit ruhigem Atem ausgeführt – eingeatmet wird durch die Nase und ausgeatmet durch den Mund.

Die Vorteile von Pilates

Zwar lassen sich eine schlankere Taille oder ein besser trainierter Po durch gezielte Übungen durchaus erreichen. Für die Trainerin geht es bei dem Sport aber um mehr: „Wer regelmäßig Pilates macht, verbessert seine Haltung und beugt Rückenverletzungen vor“, sagt Bimbi-Dresp. Nicht nur Rückenschmerzen verbessern sich durch Pilates, sondern auch die persönliche Ausstrahlung. Das Training sorgt dafür, dass man aufgeweckter, gelassener und sogar größer wirkt. Weiterhin halten Sie ihre Gelenke mit Pilates beweglich und somit fit. Durch die Fokussierung auf die Körpermitte werden auch Taille und Hüfte durch Pilates automatisch schlanker. Bauch- und Beinmuskulatur werden durch regelmäßiges Training ebenso gestärkt. Da die Übungen in voller Konzentration durchgeführt werden, stärken Sie damit auch ihren Geist und bringen ihn mit ihrem Körper in Einklang.

4 wirksame Pilates-Übungen

Teaser
Auf den Rücken legen, Arme nach oben ausstrecken. Beim Ausatmen die Beine in einem 45-Grad-Winkel anheben. Gleichzeitig den Oberkörper aufrichten. Arme nach vorne strecken. Kurz halten, langsam ablegen und mehrmals wiederholen. „Teaser“ ist eine recht schwierige Pilates-Übung, mit einem Ball wird sie noch anspruchsvoller.

Beinlift 
Begeben Sie sich in den Vierfüßlerstand und spannen Sie die gesamte Muskulatur an. Tief einatmen. Beim Ausatmen das linke Bein gerade nach oben strecken, ohne ins Hohlkreuz zu gehen. Zehn Mal wiederholen, dann ist das rechte Bein dran.

Die Brücke 
Legen Sie sich flach auf den Rücken, die Arme liegen neben dem Körper. Einatmen, Muskeln anspannen und Füße aufstellen. Beim nächsten Ausatmen den Po anheben, Rücken und Oberschenkel bilden eine gerade Linie. Kurz halten, absetzen, fünf Mal wiederholen.

Bankstellung 

Gehen Sie in Liegestützposition, stützen sich aber auf die Ellenbogen auf. Dabei leicht ausatmen, den Bauchnabel einziehen und den Beckenboden anspannen. Die Schultern sollten entspannt bleiben. Ruhige 10 bis 20 Atemzüge lang halten.

 

Ob zu Hause oder unterwegs. Pilates kann man überall machen und hält den ganzen Körper fit. Probieren Sie es aus.