Sonnenlicht macht munter: Ist der Sommer nicht herrlich? Schon morgens beim Aufstehen scheint die Sonne, und sie steht auch noch lange nach Feierabend am Himmel. Das hebt die Laune und verändert das Schlafbedürfnis. Der Schlafrhythmus („innere Uhr“) verschiebt sich durch das Tageslicht. Und damit die Nachtruhe wegen der hohen Temperaturen nicht allzu knapp ausfällt, helfen diese 6 einfache Verhaltensregeln, um gut zu schlafen.

1. Abendspaziergang machen

Abends etwa einen kurzen Spaziergang zu machen, statt drinnen vorm Ventilator zu sitzen, kann die Müdigkeit fördern. Tagsüber sollte man sich dagegen nicht permanent in klimatisierten Räumen aufhalten, sondern beispielsweise die Mittagspause nutzen, um an die ­frische Luft zu gehen.

2. Für ein kühles Schlafzimmer sorgen

Bei hohen Temperaturen ist es ­ratsam, den Schlafraum morgens und abends, wenn es am kühlsten ist, ausgiebig zu lüften. Tagsüber lässt man das Fenster geschlossen und zieht die Vorhänge zu. Wer Außenjalousien besitzt, sollte sie nutzen.

3. Immer gut lüften

Nachts können ein ­offenes oder gekipptes Fenster und ein stärker abgedunkelter Raum den Schlaf erleichtern. Dass ein feuchtes Tuch im Fenster das Raumklima durch Verdunstungskälte ­positiv beeinflusst, ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Eher behindert es den ­kühlenden Luftstrom. Einen spürbaren ­Effekt ohne Neben­wirkung kann eine andere Maßnahme zur ­Temperatursenkung haben: ­Verbannen Sie alle Elektrogeräte – auch diejenigen im Stand-by-Modus – aus dem Schlafzimmer. Sie sind eine nicht zu unterschätzende Wärmequelle.

3. Viel trinken und leicht essen

Wer tagsüber mindestens drei Liter Wasser,­ Säfte und Tee zu sich nimmt, versorgt den Körper gut mit Flüssigkeit. Kurz vor dem Zubettgehen sollte man höchstens eine Tasse Kräutertee oder ein Glas ungekühltes Wasser trinken, um die Nachtruhe nicht zu stören. ­Schwere Speisen sind schon etwa drei Stunden vor dem Einschlafen tabu. Das Gleiche gilt für Alkohol. Denn auch wenn das Einschlafen dadurch vielleicht leichter fällt, stresst der Alkoholabbau den Körper und der Schlaf ist weniger erholsam.

4. Anstrengung vermeiden

Sich abends noch mal so richtig ­aus-
powern? Keine so gute Idee! Sport bringt den Kreislauf in Schwung und der Wechsel in den Schlafmodus fällt entsprechend schwer. Das Training im Sommer sollte mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen ­beendet werden. Ebenfalls stressig für den Körper: die ­kalte Dusche vorm Zubettgehen.­ Eine ­lauwarme Dusche bei 36 bis 38 Grad erfrischt und entspannt den erhitzten Körper deutlich besser.

5. Luftige Schlafkleidung wählen

Auf Pyjama oder Nachthemd sollte man trotz Hitze nicht verzichten, andernfalls läuft man Gefahr, sich zu verkühlen. Es gibt leichte, ­lockere Schlafbekleidung für den Sommer, die den Nachtschweiß gut aufsaugt. Wer nass geschwitzt erwacht, hat am besten den Ersatzpyjama griffbereit. Die perfekte Sommerbett­wäsche ist leicht, kühlend und saug­fähig.

6. Entspannte Atmosphäre schaffen

Kleine Rituale wie das Hören eines ruhigen­ Musikstücks oder langsame Entspannungsübungen erleichtern das Einschlafen. Lassen Sie den Tag Revue passieren und denken Sie an die schönen­ Momente. Dann haben Sie auch in einer heißen Nacht „coole“ Träume.

Etwa ein Drittel seines Lebens verschläft der Mensch. Alle Rätsel über die Funktionen des Schlafs sind noch nicht gelöst. Fest steht aber: Der Körper tankt im Schlaf Energie und regeneriert sich. Ebenso wichtig ist der Schlaf für die Erholung der Psyche. In der nächtlichen Tiefschlafphase kann tagsüber Erlebtes verarbeitet werden. Umso wichtiger ist es, auch in heißen Sommernächten genügend Schlaf zu bekommen. Die meisten Menschen benötigen 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht. Bei anhaltenden Schlafstörungen sollten Sie sich an einen Arzt wenden.

Text: Ariana Mirza

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