Gut 3000 Jahre ist es her, dass die Olmeken im Tiefland der mexikanischen Golfküste Kakaobäume züchteten und vermutlich zu Schokolade veredelten. Zwar reicht die Schokoladentradition Wernigerodes nur in das vergangene Jahrhundert zurück. Sie dürfte in puncto Qualität die Erzeugnisse der Olmeken allerdings weit übertreffen. 1935 war es, als die Argenta Schokoladenfabrik AG Wernigerode begann, süße Köstlichkeiten zu produzieren. Dazu zählen etwa die „Brockensplitter“, die die Stadt im Harz weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt machte. Seit 2004 schreibt Wergona Schokoladen diese Erfolgsgeschichte fort. Die Firma fertigt als eine der größten und modernsten Schokoladenfabriken Europas Produkte für Kunden in 52 Ländern. Und so ist es nur konsequent, dass die chocolART, Deutschlands größtes Schokoladenfestival, nicht nur in Tübingen, sondern seit einigen Jahren auch jeden Herbst in Wernigerode stattfindet.

Schokoladenfestival auf dem Marktplatz

Ende Oktober dreht sich in der Altstadt Wernigerodes alles um Schokolade. Gäste aus aller Welt werden dazu erwartet und bekommen ein vielfältiges Programm geboten. Auf dem Schokoladenfestival „chocoLART“ vor dem historischen Rathaus etwa präsentieren Chocolatiers ihre selbst hergestellten Produkte und lassen sich in Pralinenkursen bei der Herstellung des gefüllten Konfekts über die Schulter schauen.

Heiße Schokolade

Cafés und Restaurants in der ganzen Stadt machen bei der süßen Woche mit und haben Schokoladenmenüs auf ihren Speisekarten. Lesungen und Konzerte können im Rahmen des Schokoladenfestival besucht werden.  Wer mehr über die Geschichte und Tradition der Schokolade in Wernigerode erfahren möchte, kann an den Stadtführungen teilnehmen, die täglich angeboten werden – jeder der Rundgänge endet mit einer Tasse heißer Schokolade.

Bild: Chocolart / Alexander Gonschior