Usedom hat nicht nur eine wunderschöne Küste mit langen, weißen Stränden, sondern ist auch Heimat für viele Tiere und hat ein artenreiches Hinterland. Es lässt sich wunderbar auf Wanderungen und Spaziergängen erkunden – oder bei einer Inseltour mit einer Expertin wie Britta Hormann vom Travel Charme Strandidyll Heringsdorf. Sie fährt regelmäßig mit Hotelgästen ins Hinterland der Ostseeinsel.

Seeadler – König der Lüfte

Immerhin ist Usedom
 ein Naturpark mit einer Gesamtfläche von 590 Quadratkilometern. Und der mit der deutschlandweit höchsten Seeadlerpopulation. Ganze 18 Brutpaare sind hier beheimatet. Einen solchen gigantischen Greifvogel zu sehen – dessen Flügel immerhin bis
 zu 2,40 Meter spannen – das ist für viele Besucher das Highlight ihres Urlaubs. Und 
Britta Hormann sorgt dafür, dass die Gäste mit denen sie im Süden der Insel unterwegs ist, eines der Tiere auch meist zu sehen bekommen: „Denn ich kenne die Lieblingsorte der Seeadler.“

Im VW-Bus geht es mit der Naturführerin in die schönsten Ecken der Insel. Auch auf kleinen Feldwegen ist man unterwegs. Die Seeadler sind zwar die Stars hier, doch sie sind nicht die einzige gefiederte Attraktion. Usedom zählt zu den vogelreichsten Gebieten Deutschlands. Insgesamt wurden hier bereits mehr als 280 Arten gesichtet. Besonders während des Vogelzugs wird die Insel von Zehntausenden nordischen Gänsen, Enten und Schnepfenvögeln besucht. Sie folgen der Küstenlinie und dem Urstromtal der Oder. Und auch Weißstorch, Kranich, Graureiher sind typische Tiere für die Region.

Tiere im Achterland

Mit sehr viel Glück sieht man auf Usedom auch Fischotter oder sogar Kegelrobben, die nach und nach an die Ostseeküsten zurückkehren: „Ich allerdings hatte noch nie das Glück, hier eine Kegelrobbe oder einen Fischotter zu beobachten, Obwohl ich viel in der Natur unterwegs bin“, sagt Hormann. Auf ihrer Inseltour gibt es dagegen andere Dinge zu entdecken. Etwa die vielen naturnahen Biotope wie Dünen, Moore, Trockenrasen, Wälder und Wasserflächen. Britta Hormann aber liebt vor allem das ruhige Hinterland mit den verschlungenen Wege, idyllischen Fischerdörfern, Wäldern und Wiesen. Denn abseits der Strände im Achterland zeigt sich die Insel von einer ganz anderen Seite. „Achter“ kommt vom niederdeutschen Wort „achtern“, das übersetzt „hinter“ bedeutet. Das Achterland ist also das weitläufige Land hinter dem Strand.

Mit dem Ruderkahn übersetzen

Die Straße entlang der Ostseeküste trennt Strand und Achterland, manchmal liegen zwischen Ostsee und Achterwasser nur wenige Hundert Meter. „Ich zeige den Gästen viele romantische Orte, die sie so hier nicht vermutet hätten“, sagt Hormann. So geht es etwa zum alteingesessenen Fährmann am Usedomer See. Die beiden kleinen Dörfer Ostklüne und Westklüne trennt die Kehle, eine Verbindung zwischen Usedomer See und Stettiner Haff. Wer den 50 Meter breiten Wasserlauf überqueren will, ist auf Hilfe angewiesen. „Hier beobachten wir, wie Radler oder Fußgänger die Klingel läuten, dann kommt der altmodische Ruderkahn und setzt jeweils zwei Räder und zwei Menschen über.“ Mit etwas Glück bleibt Zeit für einen kurzen Plausch mit Fährmann Gaede, der viele spannende Anekdoten aus der Region parat hat.

Abstecher zur Kräuterfrau

Außerdem besucht die Naturführerin mit ihren Schützlingen gerne die regionalen Zulieferer des Travel Charme Strandidyll Heringsdorf – dank des GreenGusto® Konzepts des Hotels kann jeder Gast leicht nachvollziehen, woher viele der Produkte stammen, die in der Hotelküche verwendet werden. „Ein Abstecher zu unserer Kräuterfrau gehört zur Inseltour dazu. Wir dürfen durch ihren Kräutergarten schlendern und wenn sie Zuhause ist, erklärt sie uns, wie sie ihre Salben, Salze und Schnäpse herstellt“, sagt Hormann.

Beim anschließenden Picknick im Grünen werden dann die besten Produkte der Region verköstigt. Im Herbst, sind die Insel- Touren besonders schön: „Dann färbt sich überall das Laub, dank unserer vielen Bäume haben wir einen echten ‚Usedom Summer‘“.

 

Foto: Travel Charme / Britta Hormann