Stell dir dieses Gefühl vor, eine warme, weiche Decke um dich zu legen. Dich vollends darin einzuhüllen, die kuschelige Oberfläche auf deiner Haut zu spüren. Vielleicht brennen irgendwo ein paar Kerzen, der feine Duft von Heimat strömt dir in die Nase und die Wärme fährt dir wohlig kribbelnd durch den ganzen Körper. Etwa so fühlt sich an, wonach immer mehr Menschen streben: Social Cocooning. Sich selbst wie eine Raupe in einen kleinen Kokon zu spinnen, der nur aus Heimeligkeit, Lieblingsdingen und Vertrauen gewebt ist. Dessen Bänder so stark aneinanderhaften wie das Wir, der Zusammenhalt, den du im kleinen Kreis verspürst.

Die Sehnsucht nach einem vertrauensvollen Miteinander, nach Leichtigkeit, nach Gemütlichkeit

Social Cocooning beschreibt den immer stärker werdenden Trend, sich in wohliges Heimatgefühl zurückzuziehen. An einen Ort, der sich nach Lagerfeuer im Garten, nach Sofakissen im Wohnzimmer anfühlt und mit anderen Menschen zusammenzutreffen. Was wir seit Kindheitstagen aus der Weihnachtszeit kennen, wird immer mehr zur Maxime des restlichen Jahres – die Sehnsucht nach einem vertrauensvollen Miteinander, nach Leichtigkeit, nach Gemütlichkeit.

Weniger ich, mehr wir. Weniger außen, mehr innen.

In einer Zeit, in der die Schnelllebigkeit, Social Media, Produktivitäts- und Optimierungswahn einen gerne mal am Kragen packen und mit sich reißen, sehnen wir uns immer öfter danach, uns zurückzuziehen, innezuhalten. Sich manchmal einfach aus der Welt zu ziehen, an einen Ort, an dem die Zeiger noch in einem anderen Rhythmus ticken, haben wir uns wohl besonders in diesem Jahr gewünscht. 2020 hat uns alle mit seinen großen Herausforderungen, dem Alltagsstress, politischen Umwälzungen, neuen Regelungen und wirtschaftlicher wie gesundheitlicher Unsicherheit ordentlich aus dem Gleichgewicht gebracht. Aber wenn deine Waage auf der einen Seite beinahe überläuft oder droht, durchzubrechen – dann Halt! Du musst sie nicht immer ausbalancieren. Denn wir können die Dinge auch mal beiseitelegen, ordentlich die Schultern durchlockern und in unseren sicheren Kokon schlüpfen.

Es braucht nur drei Buchstaben, um aus „einsam“ „gemeinsam“ zu machen

Social Cocooning bedeutet aber keinesfalls, allein zu sein. Es braucht nur drei Buchstaben, um aus „einsam“ „gemeinsam“ zu machen. Diese drei Buchstaben, liebe Menschen, die die gleichen Werte teilen und einen Ort, der all das bieten kann: ein Wir-Gefühl im kleinen Kreis, Geborgenheit, Besinnlichkeit. Dieser kann Zuhause sein, im wohl vertrautesten Umfeld, das uns Sicherheit gibt wie kein anderer Ort. Das soziale Leben findet jetzt drinnen statt: Wir kochen gemeinsam und teilen gute Gespräche und unser selbstgemachtes Lieblingsgericht lieber auf dem eigenen Balkon, als unter fremden Gesichtern im Restaurant. Wir kuscheln uns zwischen dicken Decken, Bergen von Popcorn und Vorfreude auf die Couch und sehen eher einen Film auf Netflix, als den Weg ins Kino auf uns zu nehmen. Wir breiten unser Lachen und ein Brettspiel auf dem Boden aus und versinken in Verspieltheit und Kindheitserinnerungen.

Social Cocooning kann aber auch in der Öffentlichkeit stattfinden: zum Beispiel in einem Café, das vom köstlichen Duft warmen Gebäcks und frischen Kaffees erfüllt ist. Wo man sich zum Beispiel zu einem Slow Reading Club trifft, einfach, um gemeinsam zu lesen. Zwischen Menschen, die Leichtigkeit, Empathie und Ruhe ausstrahlen, vertieft sich jeder in seine ganz eigene Wortwelt.

Urlaub bedeutet, sich endlich richtig Zeit für sich zu nehmen

Immer wieder kleine Momente im Alltag finden, um die Sehnsucht nach einem starken Miteinander, nach Innehalten, Ruhe und Gemütlichkeit stillen – das klingt ziemlich schön. Aber manchmal braucht es auch mehr als kleine Zwischenräume, in denen wir uns hin und wieder mal verstecken können. Mehr als nur einen gemütlichen Abend. Für Social Cocooning im großen Stil brauchst du nichts als einen Koffer, deine Geheimwaffe, um zur Ruhe zu kommen (z.B. ein gutes Buch) und ein Ticket für Flugzeug oder Bahn – denn Heimatgefühle findest du auch in der Ferne!

Nimm dir ein paar Tage an deinem Sehnsuchtsort und wickele dich ungestört in deinen Kokon ein – ohne, dass der Alltag nur eine Chance hätte, an deine Tür zu klopfen. Denn Urlaub bedeutet, sich endlich richtig Zeit für sich zu nehmen. Für sich und die Menschen, die einem nahestehen. Für ein heimeliges, gemütliches Miteinander. Urlaub machen bedeutet ein gemütliches Zimmer für sich, eine Umgebung, die überall neue Glücksmomente und ruhige Rückzugsorte bereithält.

Du bist noch auf der Suche nach deinem Rückzugsort. Reise in die Travel Charme Hotels & Resorts und lass los. Ein Team, das sich um all das kümmert, was man zurücklässt. Social Cocooning von seiner besten Seite. Bei uns findest du einen Ort, an dem du aus der Arbeitskleidung in den Bademantel schlüpfst, alle Verpflichtungen abstreifst und müssen gegen können tauschst. Machen gegen lassen. Werden gegen sein. Ich gegen Wir. Mehr Ehrlichkeit, mehr echte Gespräche. Mehr fühlen, wofür wir leben. Mehr leben, was wir wirklich sind.

*Das Beitragsbild ist entstanden im Travel Charme Fürstenhaus Am Achensee