Der Winter in den Alpen bietet mehr als Wintersport. Neun Orte, die Sie nicht versäumen sollten

1. Reizvolles Hall

Vom 13. bis ins 20. Jahrhundert wurde am Salz­berg im Städtchen Hall das „weiße Gold“ abgebaut. Die Altstadt zeugt heute noch von diesem Wohlstand. Ab November erstrahlt sie im weih­nachtlichen Glanz. Auf dem Adventsmarkt brin­gen Märchenerzähler, Feuerartisten und Chöre die Besucher in vorweihnachtliche Stimmung.

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2. Die kleinste Stadt Österreichs

Rattenberg am Inn zählt lediglich 400 Ein­wohner und liegt auf einer Fläche von knapp zehn Hektar. Damit ist sie die kleinste Stadt Österreichs. Ein Besuch lohnt vor allem we­gen des mittelalterlichen Stadtkerns, der den zahlreichen Adventsveranstaltungen einen zünftigen Rahmen gibt. Auch ein Bummel durch die Glasfachgeschäfte lohnt: Ratten­berg ist für seine Glasproduktion weitbekannt.

3. Das höchste Kaffeehaus in Tirol

Ort: Pitztal

Wie ein Ufo duckt sich das wohldesignte Gebäude aus Stahl und Spiegelglas an den Gipfel aus Felsen und Eis. Das Café 3 440 liegt auf ebendiesen 3 440 Metern und ist damit das höchste in Tirol. Ge­nießen Sie den Blick von der frei schwebenden Ter­rasse auf die Gletscherwelt mit rund 50 Dreitausen­dern und auf die 3 774 Meter hohe Wildspitze, den höchsten Berg Nordtirols.

Bild: ©TVB Pitztal / Maybach Robert

4. Alles Käse

Heumilch gilt als die ursprüngliche Form der Milchgewinnung. Wenn man in der Zillertaler Heumilch-Sennerei dem Käsermeister bei sei­ner Arbeit zuschaut, erfährt man allerhand über Heumilch. Etwa, dass dort 13 Millionen Liter zu Butter und vielen Käsesorten verarbei­tet werden. Im Sennerei-Laden kann man diese probieren und kaufen. Das Schaukäserei-Mu­seum zeigt, wie man vor 100 Jahren Graukäse, Gipfelstürmer und Bierkäse produziert hat.

www.heumilch.tirol

5. Verkehrte Welt

Es ist ein Kuriosum in Terfens im Bezirk Schwaz: Das Einfamilien­haus steht Kopf! Man betritt das voll eingerichtete Gebäude im ersten Stock und spaziert an der Decke entlang. Alles, aber auch wirklich alles ist verkehrt he­rum. Das Sofa hängt oben, auch die Einbauküche. Wann hat man sonst schon mal die Gelegenheit, die Dinge aus einem völlig ande­ren Blickwinkel zu betrachten?

https://silberregion-karwendel.com/de/haus-steht-kopf

6. Eisriesen in Werfen

Ein gewaltiges Portal von 20 Me­tern Breite und 18 Metern Höhe verschlingt die Besucher in ein verwinkeltes Höhlensystem von insgesamt 42 Kilometern. Weltweit gibt es zwar Hunderte von Tropfsteinhöhlen, jedoch nur eine Handvoll Eishöhlen. Mit Grubenlampen auf der Stirn und einem Führer an der Hand darf ein kleiner Teil des Systems be-sichtigt werden. Für den Aufstieg und den Besuch der Höhlen sollte man drei Stunden einplanen.

7. „Eiszeit und Klima“

Die Ausstellung im Haus der Na­tur in Salzburg nimmt ihre Besu­cher mit auf eine Zeitreise durch die letzten 2,6 Millionen Jahre der Erdgeschichte. Dioramen zei­gen anschaulich, wie sich die Tier-und Pflanzenwelt immer weiter ver­ändert hat. Originalfunde wie das Skelett eines Höhlenbären und le­bensgroße Mammutmodelle ma­chen die Schau spannend für Groß und Klein.

www.hausdernatur.at

8. Silberstadt Schwaz

Ab 1491 haben bis zu 10 000 Schwazer Knappen Silber und Kupfer geschürft. Sie machten den Tiroler Ort zur größten Bergbaumetropole der Welt. Das Berg­werk ist heute einen Besuch wert. Tau­chen Sie mit einem Guide unter Tage in den 800 Meter tiefen Stollen. Das System erstreckt sich über 500 Kilo-meter. Führungen starten – je nach An-drang – alle 20 bis 30 Minuten.

www.silberbergwerk.at

9. Schneeräumung

Die Schneeräumung der Groß­glockner Hochalpenstraße am Ende der Skisaison ist ein Rie­senspektakel. Zwei Räumtrupps starten zeitgleich in Fusch auf der Salzburger und in Heiligenblut auf der Kärntner Seite. Am Hoch­tor (2 400 m) kommt es zum be­rühmten Durchstich. Drei Wochen dauern die Arbeiten, bei denen 550 000 Kubikmeter Schnee ge­räumt werden.

Beitragsbild:©Pitztaler Gletscher

Text: Kirsten Niemann