Segler und Surfer schätzen am Achensee die exzellenten Windverhältnisse. Taucher die Unterwassersichtweiten von bis zu zehn Metern.  Alle anderen die fast karibischen Farben des Wassers und auch fürs SUP (Stand-Up-Paddling) ist der See optimal. Tropische Temperaturen erreicht das Wasser nicht, schließlich liegt der Achensee auf 930 Metern Höhe.  Aber die flacheren Bereiche auf der Südseite erwärmen sich im Sommer immerhin auf bis zu 22 Grad. Warm genug, um nach der anstrengenden Wanderung ein erfrischendes Bad zu nehmen.

Oder sich endlich von der Seeterrasse des Travel Charme Fürstenhaus Am Achensee loszureißen. Denn das liegt, aus historischen Gründen, als einziges Hotel direkt am See: Herzog Sigismund ließ 1446 an der schönsten und sonnigsten Stelle des südwestlichen Ufers ein Fischerhaus errichten, das der spätere Kaiser Maximilian zum Fürstenhaus ausbauen ließ. Und da der See der Stadt Innsbruck gehört, die Wert darauf legt, dass jeder direkt am Ufer spazieren kann, bleibt diese Lage auch in Zukunft einzigartig.

SUP wie auf Hawaii

Der direkte Blick auf den See ist in der Tat unbezahlbar: Das liegt auch daran, dass ab und zu ein Surfer, der aufrecht auf seinem Brett steht und sich mit einem Paddel fortbewegt, durchs Bild fährt. Stand-up-Paddling, kurz SUP, heißt die Trendsportart, die vor zwei Jahren den Sprung von Maui an den Achensee schaffte. Surflehrer auf Hawaii entdeckten die uralte Technik der pazifischen Inselvölker in den 1960er wieder, um ihre Schüler besser beobachten zu können. SUP ist sozusagen Surfen light, nämlich viel einfacher und weniger anstrengend.

So balancieren auch wir dank Surflehrer Martin Erler bald hüftbreit auf einem mehr als drei Meter langen Surfbrett, vor dem 17 Grad kalten Wasser schützt der Neoprenanzug. Dass der natürlich völlig uncool ist, wissen wir, auch ohne dass uns Martin („da macht das Reinfallen doch keinen Spaß mehr“) hilfreich darauf hinweist. Macht nichts, dafür können wir nach einer halben Stunde schon schnell und mühelos durch das üppige Schilf gleiten. Und haben dabei noch jede Menge Zeit und Energie, die Ausblicke auf die grandiose Bergwelt zu genießen.

Leichter Südwind

Ähnlich relaxt geht es auch auf dem Segelboot zu: Der Grund für die Beliebtheit des Achensees unter den Seglern sind die idealen Windbedingungen. Bei normaler Schönwetterlage bildet sich zwischen den aufragenden Karwendelbergen im Westen sowie dem Rofan und dem Unnütz im Osten eine Thermik mit leichtem Südwind (1-2 Beaufort) vormittags und kräftigem Nordwind (3-5 Beaufort) nachmittags. Der Föhn im Herbst bringt starken Südwind mit sich, der böig und drehend ist. Dann sind die Könner unter den Seglern und Surfern ganz in ihrem Element.