Vom Ölguss übers Schwitzbad bis zur Massage: Sieben Vorschläge für eine ganzheitliche Entspannung

Shirodhara: Ayurvedischer Stirnölguss

Shirodhara, der „königliche Stirnguss“ stammt aus der ganzheitlichen indischen Heilkunst Ayurveda. Dabei liegt man auf dem Rücken, während von oben ein dünner, warmer Ölstrahl kontinuierlich auf der Stirn auftrifft. Genau an der Stelle, wo sich nach der Chakren-Lehre das Dritte Auge befindet. Es ist das Energiezentrum für Intuition und Erkenntnis. Das Öl ist meist auf Sesambasis und wird mit Kräutern vermischt. Vor der Anwendung wird das Öl kurz erwärmt. Nach ayurvedischer Auffassung beruhigt der warme Kopfguss das gesamte Nervensystem. Das heißt, innere Ruhe breitet sich aus und Entspannung tritt ein. Es ist perfekt, wenn man an Schlafstörungen oder Kopfschmerzen leidet.

Floating: Schwereloses Schweben

Ein Bad im Floatarium ist reine Erholung. Sorgen lösen sich im warmen Solewasser genauso auf wie Verspannungen. Die Muskeln lockern sich und die Haut wird gepflegt. Das schwerelose Erlebnis wird in Tanks oder Becken angeboten. Im geschlossenen Tank ist man stärker von der Außenwelt abgeschnitten. Viele Menschen können durch die völlige Abwesenheit von Reizen am besten abschalten. Andere fühlen sich in dem beengten Raum eher unwohl und bevorzugen die Becken-Variante. Dort kann man alleine oder mit Partner floaten. Das Beste: Untergehen ist unmöglich, denn dank des hohen Salzgehalts stellt sich ein Effekt ein wie im Toten Meer.

Lomi Lomi Nui: Hawaiianische Tempelmassage

Richtig gemacht ist das zwei-, manchmal vierhändig ausgeführte Lomi Lomi Nui wie ein Kurzurlaub in der Südsee. Rhythmische, leicht schaukelnde Streichbewegungen erinnern an die Wellen am Strand von Maui. Das großzügig auf der Haut verteilte Öl stammt aus der Nuss des Kukui. Außerdem werden dazu traditionelle Tempelgesänge gespielt. Ziel ist es, seelischen und körperlichen Ballast abzuwerfen und das innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Ursprünglich war Lomi Lomi Nui ein Initiationsritus, der den Übergang in eine neue Lebensphase markierte. Die Behandlung beginnt am Rücken, der die Vergangenheit symbolisiert, danach wird die Körpervorderseite massiert.

Temazcal: Wiedergeburt auf Mexikanisch

Temazcal („Dampfhaus“) ist der aztekische Name eines präkolumbianischen Schwitzbades und gleichzeitig der für die dazugehörige Reinigungs- und Heilungszeremonie. In Mexiko kommt Temazcal gerade wieder groß in Mode, in Europa wird es erst an wenigen Orten angeboten. Das mystisch-spirituelle Ritual findet in einer runden Lehm- oder Steinhütte statt. Die Hütte ist dem Mutterleib nachempfunden und es werden die vier Elemente – Erde, Luft, Feuer und Wasser darin vereinen. Ein Schamane sorgt für den Dampf und versetzt mit überlieferten Gebeten und intensiven Kräuteraromen die Teilnehmer in einen Zustand tiefster Entspannung. Angeblich fühlen sich diese danach tatsächlich wie neugeboren.

Klangbäder: Good Vibrations

Beim Klangaben sorgen archaische Instrumente wie Gongs und Klangschalen für harmonisierende Schwingungen. Die meditative, obertonreiche Frequenzen wirken direkt auf das parasympathische Nervensystem, den sogenannten Ruhenerv. Sie entspannen nicht nur, sondern regen auch Heilungs- und Entwicklungsprozesse in Körper und Geist an. Eine Klangbad-Session dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten. Erleben kann man das im PURIA Premium Spa des Travel Charme Ifen Hotel Kleinwalsertal. Dort gibt es einen multisensorischen Erfahrungsraum. Während man eine halbe Stunde auf der Alphaliege entspannt, kann man das Zusammenspiel aus speziell komponierten Klängen und der Farbei Blau auf sich wirken lassen. Dabei wird man in einen Zustand tiefster Gelöstheit und Geborgenheit versetzt.

Shiatsu: Energie auf Japanisch

Wörtlich übersetzt bedeutet Shiatsu „Fingerdruck“. Die japanische Druckmassage basiert auf der fernöstlichen Heilkunde und der Überzeugung, dass der ungehinderte Fluss der Lebensenergie Qi durch den Körper über die Gesundheit entscheidet. Beim Shiatsu sollen deshalb Blockaden in den Meridianen gelöst und die Selbstheilungskräfte angeregt werden. Fließende, ruhige Rotationsbewegungen dringen tief in Gewebe und Muskulatur ein. Der Therapeut benutzt dazu allerdings nicht nur seine Finger, auch mit Daumen und Ballen, Ellbogen und Knien wird gearbeitet. Das Ergebnis sind mehr Wohlbefinden und Vitalität.

Bambusmassage: Locker und dynamisch

Bei der Bambusmassage wird der ganze Körper gelockert und Verspannungen lösen sich. Mit erhitzten Bambusstäben wird gerollt und geklopft, gedrückt, geschoben und geknetet. Die runden, glatten Riesengrasstäbe sind Naturprodukte und deshalb unterschiedlich dick – entsprechend sanft oder kraftvoll ist der Druck bei der Massage. Und obwohl es sich dabei nur um eine indirekte Berührung handelt, dringt sie tief ins Gewebe vor. Der ganze Körper wird gut durchblutet und geschmeidig. Spannkraft und Elastizität der Haut nehmen zu, Muskelverhärtungen können sich lösen. In China gilt der Bambus übrigens als Symbol für Ausdauer und ein langes Leben.

In der PURIA Spa-Welt der Travel Charme Hotels können Sie sich verwöhnen lassen.

Text: Meike Wöhlert

Bilder: Picture-Factory/Fotolia