Eine Erweiterung des Wunder-Wander-Wegs „Prinzessinenspuren“ vom Gothischen Haus ums Schloss und zurück

Start & Ziel: Gothische Haus

Strecke: 7 km

Dauer: 2.15 Stunden

Auf ins Abenteuer

Das Abenteuer beginnt in der Empfangslobby des Gothischen Hauses. Die sichere Stube wird durch den Haupteingang nach links verlassen, Aufbruch gen Rathausplatz. Quer über den Platz gestapft, sollte euch aus der Breiten Straße schon der Duft von Blumen erwarten, so verführend wie die Rosen, die Dornröschens Schloss umrankten. Haltet der Versuchung stand und folgt der Straße, am Nicolaiplatz entlang, über die Ringstraße hinweg bis zum Rimker Tor. Nun habt ihr die Tore der sicheren Stadt erreicht, vor euch liegt aufregend kribbelnd das Ungewisse. Kurz vorher könnt ihr auf der linken Seite noch einmal ein paar Taler in die Hosentaschen klimpern lassen und dann gewappnet fürs Abenteuer schräg gegenüber in die Lindenallee abbiegen.

Die Spur einer vergangenen Welt

Hier beginnen ein leichter Anstieg und die Spur einer vergangenen Welt. Der Fußweg wird enger und verwunschener und 150 m vor dem Kreisel überquert ihr die Straße und erklimmt die Treppen: Da liegt er, der Lustgarten, ihr seht förmlich noch die Reifröcke der Hofdamen über die Wiesen schweben und könnt beinahe das Klirren der Gläser bei einem höfischen Sommerabend hören. Links liegt die alte Orangerie und ihr könnt euch wegträumen in Zeiten, in denen der Hof mit ihren prunkvollen Pflanzen geschmückt wurde.
Ihr geht ein Stück gerade aus, dann links. Hier wartet das Hochgefühl der ersten Station – wortwörtlich: Ein kleiner Aussichtspunkt mit Blick von oben auf die Orangerie. Folgt ihr dem Weg weiter, findet ihr einen zweiten Aussichtspunkt.

Rechts, links, links…

Nachdem ihr den ersten Schatz der Schatzsuche an Glücksmomenten gefunden habt, folgt dem Weg weiter, kurz rechts, dann links in die leichte Ansteigung einbiegen. Hier trennen sich die Wege. Haltet euch weiter links und folgt dem Voßweg in den verwunschenen Wald. Folgt dem Weg durch den Wald, nehmt das Zwitschern der Vögel und das Rascheln des Laubes wahr – ob hier wohl Elfen oder Zwerge wohnen? Am Ende des Weges geht ihr nach rechts auf die Straße „Am Ziegelberg“. Folgt nun dem Anstieg hinauf, überquert die Straße „Am Lustgarten“ und geht vorbei am Gasthaus „Schützenhaus“. Welche Schützen wohl hier schon auf ihrer Schatzsuche Rast gemacht haben? Der Weg wird dann etwas steiler und geht immer weiter, bis ihr das Christianental erreicht. Dann links halten und auf das Gasthaus zugehen. Direkt unten am Gasthaus befindet sich die Belohnung für die bis hierher absolvierte Schnitzeljagd: die erste Stempelstelle.

Der Erbgrafenweg

Voller Euphorie über den ersten Stempel geht es ein Stück im Christianental hinunter, bis ihr dann nach rechts einbiegt, um auf den „Erbgrafenweg“ zu gelangen. Diesem folgt ihr dann nach links, bis ihr die nächste Abzweigung und einen Anstieg nach rechts erreicht, um auf den Annaweg zu gelangen. Folgt dem Weg und hinterlasst eure eigenen Fußspuren in dieser Märchenwelt, auf dass sie sich mit denen von Rehen und Riesen vermischen. Die zweite Stempelstelle liegt nun etwas oberhalb und ihr könnt euch ein weiteres Mal in Form von Tinte auf Papier die nächste Belohnung abholen – fast wie eine königliche Schriftrolle, fehlt nur das Wachssiegel – doch das Gefühl ist dasselbe.

Danach geht es die Treppen hinunter in Richtung Schloss. Wen die Abenteuerlust packt, der kann die Treppen hoch auf königliche Spurensuche gehen und das Schloss erkunden, ansonsten weiter nach links dem „kleinen Christianentalweg“ folgen und die königliche Welt rechts liegen lassen.

Zurück in die Realität

Am Ende des Weges nach rechts und dann ein Stück den Spuren auf der Straße „Am Schloss“ folgen, dann nach links abbiegen auf den Waldpfad – und von Märchenwäldern tagträumen. Weiter bergab gehen, bis ihr auf den „Grüner-Käse-Weg“ gelangt und diesem bis zum Ende folgt. Hier stoßt ihr nun auf den gepflasterten Weg zum Schloss, auf dem noch die Pferdehufe aus einer anderen, ritterlichen Zeit nachklingen. Nach links gehen und dann die Straße schräg halbrechts überqueren. Nun die Treppen hinabsteigen, wie aus einer Märchenwelt hinaus wieder in die echte Welt klettern. Haltet euch links auf der Lindenallee, bis ihr die Straße „Am Vorwerk“ erreicht. Hier dann links hinab und ihr seht die Liebfrauenkirche, die hier schon seit dem 18. Jahrhundert steht – und schon so manche Märchenbraut und Burgnarren gesehen hat. Nun nach rechts und gleich wieder nach links in die Oberengengasse. Links an der alten, verzauberten Kirche vorbei und erst die Büchtingstraße und dann die Kochstraße überqueren. Daraufhin die Marktstraße nach rechts hinabgehen. Auf der linken Seite befindet sich die moderne Form von Kutsche zum Schloss, die Bimmelbahn. Mit der Litfaßsäule im Blick, geht ihr nun auf das „Schiefe Haus“ zu und dann durch die kleine Klintgasse bis zum Ende. Dann noch ein Stück nach rechts und das Ziel der Schatzsuche, das Gothische Haus, ist erreicht – denn es gibt kaum eine schönere Belohnung als einen schönen, märchenhaften Ort zum Verweilen.