Ein Wunder-Wander-Weg vom Gothischen Haus ums Schloss und zurück

Start & Ziel: Gothische Haus

Strecke: 6.4 km

Dauer: 2 Stunden

Das Abenteuer beginnt…

… in der Empfangslobby des Gothischen Hauses. Die sichere Stube wird durch den Haupteingang nach links verlassen, Aufbruch gen Rathausplatz. Quer über den Platz gestapft, sollte euch aus der Breiten Straße schon der Duft von Blumen erwarten, so verführend wie die Rosen, die Dornröschens Schloss umrankten. Haltet der Versuchung stand und folgt der Straße, am Nicolaiplatz entlang über die Ringstraße hinweg bis zum Rimker Tor. Ihr habt die Tore der sicheren Stadt erreicht, vor euch liegt nun aufregend kribbelnd das Ungewisse. Kurz vorher könnt ihr auf der linken Seite noch einmal ein paar Taler in die Hosentaschen klimpern lassen und dann gewappnet fürs Abenteuer schräg gegenüber in die Lindenallee abbiegen. Hier beginnen ein leichter Anstieg und die Spur einer vergangenen Welt.

Weitblicke

Der Fußweg wird enger und verwunschener und 150 m vor dem Kreisel überquert ihr die Straße und erklimmt die Treppen: Da liegt er, der Lustgarten, man sieht förmlich noch die Reifröcke der Hofdamen über die Wiesen schweben und hört das Klirren der Gläser bei einem höfischen Sommerabend. Links liegt die alte Orangerie, wo ihr euch in Zeiten träumen könnt, in denen der Hof mit den prunkvollen Pflanzen der Orangerie geschmückt wurde. Geht ein Stück gerade aus, dann links. Hier wartet das Hochgefühl der ersten Station – wortwörtlich: Ein kleiner Aussichtspunkt mit Blick von oben auf die Orangerie. Folgt ihr dem Weg weiter, findet ihr einen zweiten Aussichtspunkt.

Folgt dem Zwitschern der Vögel

Nachdem ihr den ersten Schatz der Schatzsuche nach Glücksmomenten gefunden habt, folgt dem Weg weiter, kurz rechts, dann links in die leichte Ansteigung einbiegen. Hier trennen sich die Wege. Haltet euch weiter links und folgt dem Voßweg in den verwunschenen Wald. Folgt dem Weg durch den Wald, nehmt das Zwitschern der Vögel und das Rascheln des Laubes wahr – ob hier wohl Elfen oder Zwerge wohnen? Am Ende des Weges geht ihr nach rechts auf die Straße „Am Ziegelberg“. Folgt jetzt dem Anstieg hinauf, überquert die Straße „Am Lustgarten“ und geht vorbei am Gasthaus „Schützenhaus“. Welche Schützen wohl hier schon auf ihrer Schatzsuche Rast gemacht haben? Nach einem Stück alter Mauer folgt rechts ein Waldweg namens „Annaweg“, Richtung Agnesberg. Folgt dem Weg und hinterlasst eure eigenen Fußspuren in dieser Märchenwelt, auf dass sie sich mit denen von Rehen und Riesen vermischen.

Wernigeröder Schloss

Auf halber Strecke erreicht ihr den Konstantinstein. Folgt ihr dem Weg weiter, entdeckt ihr bald das Wernigeröder Schloss auf der rechten Seite, die gleiche Aussicht, wie sie die Ritter auf dem Heimweg von einem Abenteuer hatten. Die erste Stempelstelle liegt nun etwas oberhalb und ihr könnt euch in Form von Tinte auf Papier die nächste Belohnung abholen. Fast wie eine königliche Schriftrolle, fehlt nur das Wachssiegel – doch das Gefühl ist dasselbe. Danach könnt ihr die Treppen hinunter in Richtung Schloss nehmen.

Wen die Abenteuerlust packt, der kann die Treppen hoch auf königliche Spurensuche gehen und das Schloss erkunden, ansonsten geht es weiter nach links. Folgt dem „kleinen Christianentalweg“, um aus der königlichen Welt in das nächste Wunder zu schlüpfen.

Märchenhaft

Am Ende des Weges geht es nach rechts und dann folgt ihr eine Weile den Spuren auf der Straße „Am Schloss“. Weiter geht es nach links auf den Waldpfad – und der Tagtraum von Märchenwäldern beginnt. Ihr geht weiter bergab, bis ihr auf den „Grüner-Käse-Weg“ gelangt und diesem bis zum Ende folgt. Hier stößt ihr nun auf den gepflasterten Weg zum Schloss, auf dem noch die Pferdehufe aus einer anderen, ritterlichen Zeit nachklingen. Geht dann nach links und überquert die Straße schräg halbrechts. Nun könnt ihr die Treppen hinabsteigen und aus Märchenwelt wieder in die echte Welt übertreten.

Etwas schief geraten…

Haltet euch nun links auf der Lindenallee, bis ihr die Straße „Am Vorwerk“ erreicht. Geht hier dann links hinab und achtet auf die Liebfrauenkirche, die hier schon seit dem 18. Jahrhundert steht – und schon so manche Märchenbraut und Burgnarren gesehen hat. Nun nach rechts und gleich wieder nach links in die Oberengengasse. Links an der alten, verzauberten Kirche vorbei und erst die Büchtingstraße und dann die Kochstraße überqueren. Daraufhin die Marktstraße nach rechts hinabgehen. Auf der linken Seite befindet sich die moderne Form von Kutsche zum Schloss, die Bimmelbahn. Mit der Litfaßsäule im Blick geht ihr dann auf das „Schiefe Haus“ zu (welche Abenteuer dieses Haus wohl erlebt hat?) und dann durch die kleine Klintgasse bis zum Ende. Dann noch ein Stück nach rechts und das Ziel der Schatzsuche, das Gothische Haus, ist erreicht – denn kaum ein Schatz ist so schön, wie ein märchenhafter Ort zum Verweilen.